Geschwister spenden Stammzellen in die USA – und retten zwei Leben

2005 war die damals 16-jährige Lisa aus Geestland (Name geändert) als Gastschülerin in Idaho, USA. Im Gegenzug haben sie und ihre Familie anschließend eine Kanadierin bei sich zu Hause aufgenommen. Ein Tausch, der zwei Leben rettete, denn eine Reihe von schicksalhaften Zufällen folgten.

Als die Familie der jungen Gastschülerin aus Kanada die Seestadt zeigt, stoßen sie beim Besuch der Hochschule auf eine Typisierungsaktion. Sofort erklären sich Lisa und ihr Bruder bereit, eine Spende an die DKMS abzugeben. Anschließend vergehen Jahre. „Wir haben das Thema wieder aus den Augen verloren“, erzählt Lisas Mutter. Doch eines Tages, 2012, erinnert sie sich, bekam ihr Sohn eine Mitteilung.

Beide Spenden gehen in die USA

Ein  Jahr später wurde auch Lisa von der DKMS angeschrieben. Daraufhin haben sie und ihre Mutter sich auf den Weg nach Köln gemacht, um die Spende zu abzugeben. „Wir haben vor Ort schon mehr oder weniger zufällig mitbekommen, dass ihre Spende, genau wie bei meinem Sohn, auch in die Vereinigten Staaten geht.“

Seltener Fall: Die Nachspende von Stammzellen

Knapp zwei Jahre nach der Spende bekam Sohn Lars eine Nachricht aus den Staaten, dass es seinem Empfänger besser gehe. Lisa hatte noch nichts gehört. 2014 wurde die mittlerweile Schwangere dann gebeten, eine „Nachspende“ zu geben. Lisa musste diese aufgrund ihrer Schwangerschaft schweren Herzens abweisen.

Post zu Weihnachten

Weihnachten 2015 bekam die junge Mama noch einmal Post. „Ihr Empfänger schrieb, dass es ihm viel besser gehe und dass er durch eine zweite andere Spende gesund geworden sei“, erzählt ihre Mutter. „Wir haben uns natürlich alle sagenhaft gefreut.“ So haben sie dann auch erfahren: Lisas Empfänger kommt aus Idaho. Und wohnt nur wenige Meilen von ihrer Gastfamilie entfernt. Sobald die Umstände es zulassen, will die heute 27-jährige ihren Empfänger in ihrer „zweiten Heimat“ besuchen.