Goldmohn für die Insekten

Ein Blühstreifen für Insekten in Bramstedt (Gemeinde Hagen), neue Blumenwiesen auf früheren Äckern und Weiden in Uthlede, Hagen, Kassebruch und Bokel – die Liste derer, die sich am Blumenwiesen-Projekt im Gewerbepark Döhrenacker ein Beispiel nehmen, wird immer länger. Und genau das ist das Ziel: „Wir möchten zum Nachmachen anregen und den Menschen die Augen öffnen“, sagt Matthias Laartz.

Der Unternehmer pachtete das rund 2500 Quadratmeter große Grundstück neben seinem Hagener Geschäftssitz und legte mit Unterstützung von Stefan Wesenberg, Inhaber der Firma Heizwerk, sowie seines Geschäftspartners Karsten Baumgarten und zahlreicher weiterer Helfer und Spender in Eigeninitiative vor wenigen Wochen eine Blumenwiese an. Ausgesät wurde eine bunte Mischung aus Goldmohn, Schleierkraut, Kornblumen, Ringelblumen, Sonnenblumen, Klatschmohn und vielen weiteren Wildkräutern und Sommerblumen. Die Saat stiftete ein Hagener Gartencenter.

Lebensraum für Bienen und Insekten

„Wir haben jede Hilfe, die wir brauchten, bekommen, ohne dahinter herlaufen zu müssen“, freuen sich die Initiatoren über das große Engagement. Die Saat ist mittlerweile aufgegangen, erste Pflanzen sind gewachsen und einige Blüten zeigen ihre bunten Köpfe. So soll ein Lebensraum für Bienen und Insekten geschaffen werden. Eine Infotafel klärt über die Honigbiene und ihre Bestäubungsleistung auf, eine Live-Cam im Internet gewährt jederzeit einen Blick auf die Blumenwiese. „Ich hoffe, dass es was wird“, sagt Matthias Laartz und überlässt die Wiese und ihr Gedeihen der Natur.

Hotel für Insekten geplant

Das Land ist zunächst für zwei Jahre gepachtet. In Kürze soll auf der Rückseite der Infotafel ein Insektenhotel entstehen, Stapel aus mit kleinen Löchern versehenen Holzstämmen warten darauf, von Insekten bezogen zu werden und ihnen auch als Winterquartier zu dienen. Mit dem Projekt möchten die Initiatoren zeigen, dass es gar nicht so schwer ist, mit wenigen Mitteln einen Beitrag für die Natur zu leisten. (ag)