Hagener Politik stoppt Windpark-Pläne in Lohe

Die Mitglieder des Hagener Rates haben am Montagabend entschieden: Der geplante Windpark zwischen Bramstedt und Lohe ist erstmal vom Tisch. Ein Unternehmen wollte dort drei Windräder errichten. Sie sollten 200 Meter hoch sein. 

Freude bei betroffenen Bürgern

Die betroffenen Anwohner, die zahlreich die Ratssitzung besuchten, freuten sich über die Entscheidung. Sie hatten jahrelang gegen das Projekt protestiert. Von den Ratsmitgliedern, die an der Sitzung in Rechtenfleth teilgenommen haben, sprachen sich die Vertreter von SPD, Grüne, Freie Wähler und Linke gegen den Windpark aus, CDU und Wählergemeinschaft waren dafür. Die Entscheidung wurde mit 11 zu 10 Stimmen gegen den Windpark getroffen, es ging darum, ob die Flächennutzung für den Windpark angepasst werden soll.

Gegner haben zahlreiche Bedenken

Die Gegner führten zahlreiche Bedenken an. Sie bezweifelten, ob der Standort tatsächlich rechtssicher für Windparks genutzt werden dürfte, sie sorgten sich um Fragen des Naturschutzes und den Abstand zur Wohnbebauung. „Die Natur und die Menschen sind hier zu schützen“, betonte SPD-Ratsmitglied Hannes Mahlstedt.

Befürworter verweisen auf die Energiewende

CDU-Ratsherr Udo Allmers setzte sich hingegen deutlich für den Windpark ein. „Wer für die Energiewende ist, der kann nicht gegen den Windpark sein.“ Schließlich setzten sich alle dafür ein, dass mehr saubere E-Autos auf den Straßen unterwegs seien und der Kohleausstieg vorankomme. Außerdem machte er deutlich, dass sowohl der Gemeindehaushalt als auch zahlreiche Bürger dauerhaft finanziell vom Windpark profitieren würden.

 

Jens Gehrke

Jens Gehrke

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Jens Gehrke ist in Bremerhaven geboren, arbeitet als Redakteur bei der NORDSEE-ZEITUNG und gehört seit 2016 dem nord24.de-Team an. Er hat Kulturwissenschaften und BWL in Lüneburg und Madrid studiert, danach volontierte er bei der NORDSEE-ZEITUNG. Die Schwerpunkte der Berichterstattung liegen in den Gemeinden Hagen im Bremischen und Beverstedt.