Hagenerinnen testen neues Gratis-WLAN im Ortskern

Der Hagener Ortskern bietet Gästen neuerdings einen kostenfreien WLAN-Zugang. Doch wie gut ist die Verbindung des sogenannten Freifunk-Netzes? Zwei Hagenerinnen machen den Praxistest und geben das Gesamturteil „gut“. Sie fragen sich aber auch, wer das Angebot braucht.

Nachrichten schreiben und Musik streamen: Kein Problem

  • Daumen hoch: Instant-Kurznachrichtendienste wie Whatsapp laufen gut. Selbst das videolastige Snapchat funktioniert.
  • Daumen hoch: Musik-Streaming. Während Jennika bei Juke den Song „Closer“ anspielt, startet Annika Spotify. Die Musik kommt klar aus den Smartphone-Lautsprechern.
  • Halbe Punktzahl: Video-Streaming. Annika startet bei Youtube einen Ausschnitt einer US Late-Night-Show. „Die Qualität ist nicht so gut, nach einer Weile muss es neu laden“, analysiert die 21-Jährige. Jennika macht mit dem Amazon-Streamingdienst bei den „Desperate Housewifes“ ähnliche Erfahrungen.

Die Hagenerinnen geben das Testurteil „gut“

Nach dem Test geben beide Studentinnen das Gesamturteil „gut“. „Es geht fast alles, auch wenn einiges nicht perfekt funktioniert, das erwartet man aber auch nicht“, bilanziert Annika. „Das funktioniert richtig gut“, stellt auch Jennika fest. Die Qualität hänge allerdings stark vom Standort ab, in der Nähe des Bürgermarkts sei es besser als etwa beim Rathaus.

Was funktioniert ein Freifunk-Netz?

Immer mehr Menschen stellen in Hagen einen WLAN-Zugangspunkt zur Verfügung und erleichtern damit das freie Surfen im Ort. Der Bereich zwischen Rathaus und Piazza ist abgedeckt, insgesamt gibt es 30 Knoten. Diese Karte zeigt alle Knoten. 

Idee kommt vom Bürgermarkt

Das freut den Ideengeber, Bürgermarkt-Geschäftsführer Andreas Klimek, der sich der Bremer Freifunk-Initiative angeschlossen hatte. Anfang August startete der Bürgermarkt am Amtsdamm das Projekt „Freifunk-Hagen-Cux“.

„Freifunke“ soll auf weitere Dörfer überspringen

Der Gemeinderat hat jüngst beschlossen, in allen Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshäusern in der Gemeinde Freifunk-Knoten einzurichten. Für Telefon- bzw. Internetkosten werden im Haushalt 2017 daher 8300 Euro veranschlagt. Das sehen die beiden Testerinnen eher kritisch. Das Geld solle sinnvoller ausgegeben werden.

 

 

Jens Gehrke

Jens Gehrke

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Jens Gehrke ist in Bremerhaven geboren, arbeitet als Redakteur bei der NORDSEE-ZEITUNG und gehört seit 2016 dem nord24.de-Team an. Er hat Kulturwissenschaften und BWL in Lüneburg und Madrid studiert, danach volontierte er bei der NORDSEE-ZEITUNG. Die Schwerpunkte der Berichterstattung liegen in den Gemeinden Hagen im Bremischen und Beverstedt.