Karolinenhöhe in Bad Bederkesa: Eine wechselvolle Geschichte

Das Haus Karolinenhöhe in Bad Bederkesa und das ehemalige Schwesternwohnheim nebenan sollen abgerissen werden. Anschließend soll das Gelände der Natur zurückgegeben werden. Das Gebäude-Ensemble, das 1963 eröffnet wurde, hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich.

Zuerst war das Haus ein Sanatorium für Menschen, die an Tuberkulose erkrankt waren.  Doch mit dem Rückgang dieser Krankheit sank auch die Zahl der Patienten, dank besserer medizinischer Möglichkeiten hatte die Lungentuberkulose ihren Schrecken verloren.

Zunächst als Altenheim genutzt

Um 1980 musste die Stiftung DRK-Krankenanstalten Wesermünde eine andere Nutzung entwickeln.  Das Haus wurde, ebenso wie das benachbarte ehemalige Schwesternwohnheim, zunächst als Altenheim genutzt. Ein Teil des Hauses wurde mit Pflegebetten ausgestattet.

In den 80er Jahren, so schreibt das DRK in seiner Festschrift zum 50-jährigen Bestehen, machte sich das Haus Karolinenhöhe immer mehr einen Namen als Zentrum für ältere, kranke oder gebrechliche Menschen.  „Anfangs betrieb die Stiftung die Lungenfachklinik noch parallel, Mitte der 80er Jahre lief der Betrieb dort aber völlig aus.“

Seit 1990 ein Zuhause für psychisch chronisch Kranke und Behinderte

Nach einer millionenschweren Sanierung 1987/1988 wurde das Haus als Ergänzung zur Seepark-Klinik in Debstedt genutzt. 1990 entstand auf der Karolinenhöhe ein Zuhause für psychisch chronisch Kranke und Behinderte. Der Betrieb des Altenheims musste 2012 aufgegeben werden.

Bis zum Sommer dieses Jahres fungierte das Haus Karolinenhöhe ausschließlich als Heim für Menschen mit seelischen Behinderungen. Die 50 Bewohner leben jetzt in einem Neubau im Handels- und Gewerbepark in Bad Bederkesa.

 

 

 

 

 

Andreas Schoener

Andreas Schoener

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Andreas Schoener arbeitet seit Oktober 2008 in der Landkreis-Redaktion der NORDSEE-ZEITUNG. Dort ist er stellvertretender Leiter und zuständig für die Berichterstattung aus und über die Stadt Geestland.