Trotz Klimawandel: Katastrophenwinter 1978/79 bleibt „Jahrhundertereignis“

Der norddeutsche Schneewinter 1978/79 ist als Katastrophenwinter in die Geschichte eingegangen. „Man kann von einem Jahrhundertereignis sprechen“, sagt Jürgen Schmidt, Diplom-Meteorologe von der Wetter-Kontor Gesellschaft in Ingelheim (Rheinland-Pfalz).

Cuxland lahm

40 Jahre ist es her, dass die Temperaturen über Nacht um mehr als 20 Grad Celsius absackten und weite Teile Norddeutschlands im Schnee versunken sind. Auch im Cuxland hatte bereits der erste Schneesturm ab dem 28. Dezember 1978 für Chaos gesorgt, Mitte Februar wiederholte sich die extreme Lage mit einem mehrtägigen Schneesturm. Meterhohe Schneeverwehungen hatten das öffentliche Leben in vielen Dörfern lahmgelegt.

Besonders kalter Winter

„Ein norddeutscher Winter wie der von 1979 ist schon sehr selten“, sagt Schmidt, der damals selbst erst elf Jahre alt gewesen ist. Mit 4,1 Grad Celsius unter dem  Vergleichsmittelwert von 1,9 Grad Celsius gehört er zudem zu den besonders kalten Wintern.

Im Interview mit der NORDSEE-ZEITUNG erklärt der Wetterfachmann am Samstag die Ursachen für den plötzlichen Wintereinbruch, die Unterschiede zu den aktuellen Schneemassen in Süddeutschland und Österreich und wann Meteorologen bei Wetterphänomenen von Folgen des Klimawandels sprechen.