Drei Freunde wollen jungen Flüchtling vor Abschiebung bewahren

Drei Freunde sammeln Unterschriften, damit ihr sudanesischer Freund  in Deutschland bleiben darf. Silvana Hadza, Michelle Schmeißer und Mohammed Kassim nutzen jede Pause an den Berufsbildenden Schulen in Schiffdorf. 412 Unterschriften haben sie schon. Sie wollen damit zeigen, wie gut der 19-Jährige in die Schule integriert ist, und verhindern, dass er abgeschoben wird.

Sudanese im Kirchenasyl

Der junge Mann soll nach Italien ausgewiesen werden, weil er dort vor einem Jahr zuerst europäischen Boden betreten hat. Er befindet sich zurzeit im Kirchenasyl an einem Ort im Kreis Cuxhaven, der nicht bekanntgegeben werden soll. „Er muss bleiben“, sagen seine drei Freunde und ihre Berufseinstiegsklasse steht voll dahinter.

Humanitäre Gründe gegen Abschiebung

Der Pastor versucht ebenso wie die Jugendlichen, die Abschiebung in eine Duldung aus humanitären Gründen umzuwandeln. Die Unterschriften der Jugendlichen kann er dafür verwenden, weil sie belegen, dass sein Schützling gut integriert ist und damit gute Aussichten hat, auch beruflich in Deutschland Fuß zu fassen.

Pro Asyl eingeschaltet

Pro Asyl  appelliert ebenfalls an die Behörden, den jungen Sudanesen nicht abzuschieben. Deutschland und die anderen nord- und zentraleuropäischen Staaten müssten die stark belasteten Aufnahmeländer Italien und Griechenland entlasten und Flüchtlinge bei sich aufnehmen. Es sei widersinnig und unmenschlich, den jungen Sudanesen zurückzuschicken.