Krabbenfischer im Cuxland müssen im Hafen bleiben

Krabbenfischer in Norddeutschland müssen eine Fangpause einlegen, weil die Tiefkühllager der Großhändler voll sind. Ende Mai und Ende Juli bleiben die Kutter für insgesamt sechs Wochen in den Häfen.

Lager sind voll

Das sagte Dirk Sander von der Erzeugergemeinschaft der Deutschen Krabbenfischer in Dornum (Landkreis Aurich) am Donnerstag. Nach Rekordfängen im vergangenen Jahr seien die Lager voll und der Markt gesättigt. Auch Kutterfischer Jens Tants aus Spieka im Cuxland bestätigt die Zwangspause.

Abnahmestopp angeordnet

„Der letzte Herbst war sehr gut, da ist viel gefangen worden“, sagte Sander. Allein in Niedersachsen fingen die Fischer demnach rund 8000 Tonnen Nordseekrabben. Auch dieses Frühjahr habe gut angefangen. Mitte April ordneten die Großhändler Sander zufolge einen Abnahmestopp an; sie wollen zunächst ihre Lagerbestände abbauen.

1500 Kilo Krabben in der Woche

Jens Tants aus Spieka berichtet davon, dass derzeit 1500 Kilo Krabben in der Woche pro Kutter gefangen werden dürften, „obwohl wir das doppelte und mehr erzielen könnten“ (lni/jm)