Kreis Cuxhaven: Neue Ausbildung für Pfleger birgt Risiken

Zu wenig Pflegekräfte, zu viel Arbeit – der Pflegenotstand hat längst auch den Landkreis Cuxhaven erreicht. Der Gesetzgeber will mit einer neuen Ausbildung Abhilfe schaffen. Doch dass diese Risiken birgt, wurde jetzt im Sozialausschuss deutlich.

Einheitliche Ausbildung für alle

Die Auszubildenden müssen sich ab 2020 nicht mehr vorab entscheiden, ob sie zum Beispiel Kranken- oder Altenpfleger werden wollen. Stattdessen bekommen alle eine vereinheitlichte Ausbildung zur Pflegefachkraft. Auf Wunsch können Azubis sich im dritten Jahr dann auf eine Fachrichtung spezialisieren.

Spezialisierung schwierig

Die Berufs- und Pflegeschulen im Landkreis werden diese aufwendige Spezialisierung aber voraussichtlich gar nicht anbieten können. Nur die BBS Schiffdorf überlegt derzeit noch, wie dies zu schaffen ist.

Krankenhäuser sind entscheidend

Außerdem müssen für die Ausbildung ausreichend Krankenhäuser mit ins Boot. Denn die Kliniken sind zwingende Station der Ausbildung. „Machen die nicht mit, gibt es ab 2020 überhaupt keine Pflegeausbildung mehr im Landkreis“, prophezeit Klaus-Dieter Fortmeyer, Geschäftsführer des Paritätischen in Cuxhaven.

Wie Meinhard Buchwitz, Leiter der BBS Schiffdorf, die Situation der Pflegekräfte einschätzt, lest ihr am Mittwoch in der NORDSEE-ZEITUNG.

Kristin Seelbach

Kristin Seelbach

zeige alle Beiträge

Geboren 1985 im hessischen Limburg hat es Kristin Seelbach nach dem Studium in Marburg und Leipzig gleich zweimal zur NORDSEE-ZEITUNG nach Bremerhaven und umzu verschlagen. Zunächst 2011 zum Volontariat und seit 2013 erst als feste Mitarbeiterin und später Redakteurin in die Landkreisredaktion. Dort kümmert sie sich schwerpunktmäßig um die Gemeinden im Nordkreis und die Kreispolitik.