Debstedt: Landgericht fällt Urteil im Geiselnahme-Drama

Im März hatte eine 22-jährige Mutter ihren anderthalbjährigen Sohn und eine Polizistin in Debstedt mit einem Messer bedroht. Ein Autofahrer und eine Polizeibeamtin wurden leicht verletzt. Jetzt hat das Landgericht Stade ein Urteil gefällt. 

Verwirrt und gefährlich

Der Frau wird vorgeworfen, nur mit Bademantel bekleidet mit ihrem kleinen Sohn auf der Straße herumgeirrt zu sein. Die Polizei und ihr Kind habe sie mit einem Messer bedroht. Die Anklage lautete auf Geiselnahme, Nötigung, Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Akute Psychose

Es gelang, das Kind in Sicherheit zu bringen und die Frau festzunehmen. Sie wurde in die geschlossene psychiatrische Klinik nach Moringen (Kreis Northeim) gebracht. Zum Tatzeitpunkt hatte sie unter einer akuten Psychose gelitten.

Mutter ist schuldunfähig

Für das Landgericht Stade ist die junge Geestländerin schuldunfähig. Sie wird in der geschlossenen psychiatrischen Klinik bleiben. Offen ist noch, ob die Strafe auf Bewährung ausgesetzt wird. Das Gericht fürchtet, dass die Frau noch nicht stabilisiert sei und eine weitere Psychose drohe. Da diese wieder in Gewalt ausarten könnte, hielt das Gericht es für sinnvoll, die Frau weiter in der geschlossenen Klinik unterzubringen.