Langener See: Neue Regeln für Bauten am Wasser

Über Jahre hinweg sind sie still und heimlich entstanden: Stege oder kleine Bootsanleger auf den Grundstücken am Langener See. Nun haben Landkreis und Stadt die Reißleine gezogen. Und gemeinsam mit den Anwohnern einen offiziellen Bebauungsplan erarbeitet. Der klare Regeln vorgibt. 

Bauten werden im Nachhinein genehmigt

Der Plan – der vom Bauausschuss der Stadt einstimmig befürwortet wurde – soll die strittige Situation befrieden. Soll geplante und schon vorhandene Bauten im Nachhinein genehmigen. Und damit auch den Anwohnern die Sorgen vor möglichen Rückbauten nehmen. Diese waren in der Vergangenheit schon in anderen Orten des Kreises die Folge von „illegalen“ Bauten.

Erhalt der Bäume wichtig

Laut Bauplan soll der Bereich Gebiet für Wohnhäuser bleiben, durch den Erhalt großer Bäume aber auch sein grünes Gesicht nicht verlieren. Gleichzeitig sorgt diese Regel dafür, dass sich auch künftig niemand den Blick auf den See „freischlagen“ kann.

Regeln für Stege in den See

Die Bauten am Ufer des Sees oder im Wasser selbst – diese Flächen gehören ebenfalls zu den jeweiligen Grundstücken – sollen künftig zusätzlich reglementiert werden. Ihre Größe darf beispielsweise maximal zwei Prozent der Wasserfläche des Grundstücks betragen, in der Breite dürfen sie maximal ein Viertel der Uferlänge einnehmen und höchstens ein Viertel der Uferlänge in die Tiefe gehen.

Kristin Seelbach

Kristin Seelbach

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Geboren 1985 im hessischen Limburg hat es Kristin Seelbach nach dem Studium in Marburg und Leipzig gleich zweimal zur NORDSEE-ZEITUNG nach Bremerhaven und umzu verschlagen. Zunächst 2011 zum Volontariat und seit 2013 erst als feste Mitarbeiterin und später Redakteurin in die Landkreisredaktion. Dort kümmert sie sich schwerpunktmäßig um die Gemeinden Schiffdorf und Loxstedt.