Lene aus Köhlen bringt Plattdeutsch auf die Leinwand

Die zwölfjährige Lene Matthäi aus Köhlen ist zweisprachig aufgewachsen. Die Sprache, die sie spricht, stammt aus keinem fernen Land, sondern gehört eigentlich untrennbar zu Norddeutschland: Lene spricht Plattdeutsch.

Plattdeutsch erhalten

Die Idee, ihren Kindern Plattdeutsch beizubringen, hatte Lenes Mutter Silke im Studium. „Ich habe damals gemerkt, dass mir selbst auf einmal plattdeutsche Wörter fehlten, weil ich fast nur noch Hochdeutsch gesprochen habe“, erzählt sie. Daraus entstand der Wunsch, die Sprache zu erhalten.

„Schauen, bei wem man sich das traut“

„Ich stehe beim Plattdeutschen noch ziemlich am Anfang“, sagt Lene aber. Denn obwohl ihre Mutter ihr seit dem zweiten Lebensjahr die niederdeutsche Sprache vermittelt hat, spricht sie selbst erst seit wenigen Monaten platt zurück. „Man muss sich da herantasten und schauen, bei wem man sich das traut“, erzählt Lene.

Hauptrolle ergattert

Beim Synchronsprechen traut sich Lene allerdings. Vor zwei Wochen hatte sie an einem Casting für eine Neuvertonung des Films „Ritter Trenk“ teilgenommen. Dabei hat sie die weibliche Hauptrolle ergattert, sie wird das Burgfräulein Thekla einsprechen. Im Herbst soll der Streifen, der auf der Buchreihe „Der kleine Ritter Trenk“ von Kirsten Boie basiert, auf Platt in die Kinos kommen.