Zu wenig Personal und Geld: Familienhebammen im Cuxland schlagen Alarm

Familienhebammen sind da, wenn der Start ins Leben holpert, sie entlasten Eltern, die nach der Geburt überfordert sind. Im Cuxland steigen die Fallzahlen an. Doch die Familienhebammen schlagen Alarm.

Im Jugendhilfe-Ausschuss Alarm geschlagen

Sie sind zu wenige und finanziell zu schlecht ausgestattet – es ist kaum noch möglich, allen Eltern in Not gerecht zu werden. Die „Anwälte“ der kleinsten Menschen im Cuxland brauchen selbst Hilfe. Familienhebamme Maritta Schoepe und Familienkinderkrankenschwester Martina von Glahn haben daher im Jugendhilfe-Ausschuss des Kreises kräftig Alarm geschlagen.

Es mangelt an Geld und Personal

Die Zahl der betreuten Familien habe sich im Cuxland seit 2013 vervierfacht. Die Zahl der Familienhebammen und Familienkinderkrankenschwestern liegt hingegen noch bei sieben. Es waren einmal zwölf. „Wir brauchen Personal und Geld“, schilderte Schoepe die Situation vor den Ausschussmitgliedern. Die Kreispolitik signalisierte, dass man künftig den Betrag für den Kreis aufstocken wolle. Insgesamt stehen derzeit knapp 83.000 Euro kreisweit pro Jahr zur Verfügung.

Hilfe für Eltern und Kind: Die Familienhebammen im Cuxland sind oft im Einsatz. Die Zahl der Fälle hat sich vervierfacht.
Hilfe für Eltern und Kind: Die Familienhebammen im Cuxland sind oft im Einsatz. Die Zahl der Fälle hat sich vervierfacht. Grafik Gausmann
Jens Gehrke

Jens Gehrke

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Jens Gehrke ist in Bremerhaven geboren, arbeitet als Redakteur bei der NORDSEE-ZEITUNG und gehört seit 2016 dem nord24.de-Team an. Er hat Kulturwissenschaften und BWL in Lüneburg und Madrid studiert, danach volontierte er bei der NORDSEE-ZEITUNG. Die Schwerpunkte der Berichterstattung liegen in den Gemeinden Hagen im Bremischen und Beverstedt.