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Mutmaßlicher Missbrauch auf dem Deichbrand: Angeklagter erscheint nicht

Eigentlich sollte das Strafverfahren um den Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma, der 2016 am Rande des Deichbrand-Festivals versucht haben soll, eine junge Frau sexuell zu missbrauchen, am Mittwoch vor dem Amtsgericht in Langen neu beginnen. Doch dazu kam es nicht.

Angeklagter auf dem Weg zur Arbeit

Zwar habe sie den Angeklagten am Mittwoch telefonisch erreicht, berichtete die Richterin am Mittwoch im Gerichtssaal. Der Mann habe sich allerdings gerade in Stuttgart auf dem Weg zur Arbeit befunden. Sie geht davon aus, dass er beim nächsten Termin am 7. März dabei sein wird.

Schöffe hat Angst

Dass das Verfahren überhaupt neu beginnen muss, liegt an einem Schöffen, der sich zu Prozessbeginn Ende August von einer Zuschauerin im Gerichtssaal bedroht gefühlt hatte, bei der es sich um die Mutter des mutmaßlichen Opfers handelte. Der Schöffe gab vor der Polizei an, er habe Angst gehabt, von der Frau erschossen zu werden. Nach Einschätzung des Gerichtes hat jedoch keine Gefahr bestanden.

Stark alkoholisierte Abituirientin

Im Prozess wird dem 32-jährigen Angeklagten vorgeworfen, versucht zu haben, eine stark alkoholisierte Abiturientin aus Hamburg nach dem Ende des Konzerttages am 22. Juli 2016 in ihrem Zelt auf dem Deichbrand-Gelände zu missbrauchen. Die Schwester des mutmaßlichen Opfers verhinderte dies. Der Angeklagte widerspricht und meint, den Avancen der Hamburgerin gefolgt zu sein.