Nach Bluttat in Cuxhaven: Mordprozess beginnt am Landgericht

Das Motiv war womöglich Eifersucht: Vor dem Landgericht Stade ist am Montag ein 37-jähriger Syrer des Mordes angeklagt worden. Dem Familienvater wird vorgeworfen, im Cuxhavener Musikerviertel einen Landsmann erstochen zu haben.

Zwei Messerstichen

Auf offener Straße war das Opfer am Abend des 14. März 2019 mit zwei Messerstichen niedergestreckt worden. Möglicherweise handelt es sich um eine Beziehungstat. „Übersteigerte Eifersucht“, so hakte der Vorsitzende der 13. großen Strafkammer, Richter Marc-Sebastian Hase, zu Verhandlungsbeginn ein, käme durchaus als niedriger Beweggrund in Betracht. Der Beschuldigte allerdings bestreitet bis dato sowohl die Tat wie auch die Motivlage. Er sitzt zur Zeit in U-Haft. Das berichten die Cuxhavener Nachrichten.

Der Angeklagte schweigt

Im Gerichtssaal schwieg der von einem Dolmetscher und seiner Verteidigerin eingerahmte Mann zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen: Ihr Mandant werde keine Angaben machen, erklärte Rechtsanwältin Katrin Bartels zum Auftakt des bis Anfang Dezember terminierten Verfahrens. Ist der Mann auf der Anklagebank tatsächlich jene Person, die eine Tatzeugin am späten Abend des 14. März in der Brahmsstraße beobachtet hat? (kop)

Was im Gerichtssaal zu dieser Frage erörtert wurde, lest Ihr am Dienstag in der NORDSEE-ZEITUNG.