Neues Leben für alte Radioschätze in Dorum

Ernst Schmidtmann aus Dorum hat ein Herz für Röhrenradios. Mit viel Liebe und Geduld repariert er die alten Schätze. Rund 25 hat er derzeit im ehemaligen Kinderzimmer seines Hauses stehen. Als gelernter Rundfunkmechaniker ist es für ihn Ehrensache, dass natürlich alle Radios auch laufen. Sogar für den digitalen Wandel kann Schmidtmann die alten Geräte nachrüsten. 

Geschichte des Radios beginnt 1923

Die Geschichte des Rundfunks in Deutschland begann 1923 mit den Worten „Hier ist Berlin, Voxhaus.“ Anfangs sah die Politik den Rundfunk eher skeptisch und wollte ihn kontrollieren.

Nach ihrer Machtübernahme 1933 schafften die Nationalsozialisten dies. Die Alliierten entzogen den Deutschen nach ihrem Sieg sofort die Kontrolle über den Rundfunk.

Bis Mitte der 1950er Jahre hörte man vor allem Mittelwelle

Erst 1949 wurden die Sender wieder in deutsche Hände gegeben. Bis Mitte der 1950er Jahre sendete man in Europa vor allem auf Mittelwelle, dann setzten sich immer mehr UKW-Sender durch. Bis in die 70er Jahre schalteten die Hörer das Radio gezielt für eine bestimmte Sendung ein.

Internet überholt das Radio als schnellstes Medium

1981 machte das Bundesverfassungsgericht mit einem Urteil den Weg für den privaten Rundfunk frei. Stadtradios und landesweite Programme eroberten den Markt. Mittlerweile hat das Internet das Radio als „schnellstes Medium“ überholt. Deshalb sind die Radiosender im Netz präsent.

Ein Blick in die Schatzkiste von Ernst Schmidtmann:

Kristin Seelbach

Kristin Seelbach

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Geboren 1985 im hessischen Limburg hat es Kristin Seelbach nach dem Studium in Marburg und Leipzig gleich zweimal zur NORDSEE-ZEITUNG nach Bremerhaven und umzu verschlagen. Zunächst 2011 zum Volontariat und seit 2013 erst als feste Mitarbeiterin und später Redakteurin in die Landkreisredaktion. Dort kümmert sie sich schwerpunktmäßig um die Gemeinden im Nordkreis und die Kreispolitik.