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Oberstufe am Gymnasium Langen? Das sagen die Eltern im Cuxland

Es kocht und brodelt in der hiesigen Schullandschaft: Der Streit um eine mögliche Oberstufe für das Gymnasium Langen spitzt sich zu. Jetzt melden sich die Eltern vom Kreisgy und vom NIG zu Wort – und fordern mehr Sachlichkeit in der Debatte.

Geplanter Neubau entfacht Diskussion

Schüler, Eltern, Politiker: Alle sind in heller Aufregung. Vor gut einem Jahr kam zum ersten Mal die Idee auf, am Gymnasium Langen eine Oberstufe einzurichten. Die Idee: Wenn der Landkreis die Schule wegen steigender Schülerzahlen sowieso erweitert, kann er auch ein paar Räume mehr bauen – für eine Oberstufe, die es in Langen bisher nicht gibt.

Fächervielfalt in Gefahr

Die Schulelternräte vom Kreisgy und NIG sind strikt dagegen. Die Begründung: Wenn Schüler aus Langen, die bisher ans Gymnasium Wesermünde (Kreisgy) in Bremerhaven und ans Niedersächsische Internatsgymnasium (NIG) in Bad Bederkesa gingen, in Zukunft an die neue Oberstufe wechseln, sei die Fächervielfalt in Gefahr.

„Komplett unsinnig“

„Dass in Langen neu gebaut werden muss, kann ich nachvollziehen. Aber eine neue Oberstufe halte ich für komplett unsinnig“, betont Julian Gutt, Vorsitzender des Schulelternrates am Kreisgy. Das Kreisgy stehe seit jeher für ein zentral gelegenes Gymnasium mit großem Einzugsgebiet und großer Angebotsvielfalt. „Ich wüsste nicht, wieso man dieses Modell in Frage stellen sollte.“

Breites Fächerangebot wichtiger als kurze Wege

Ähnlich kritische Töne kommen vom Schulelternrat am NIG. „Die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe würde der gesamten Schullandschaft schaden“, meint Vorsitzende Kirsten von der Lieth. „Das NIG könnte dann nur noch eine Grundversorgung leisten.“ Dass die Langener Eltern und Schüler mit dem Argument der „kurzen Wege“ für eine eigene Oberstufe kämpfen, kann von der Lieth nur bedingt nachvollziehen: „Das NIG ist gut erreichbar. Für Schüler in den Oberstufen ist ein auf ihre Fähigkeiten abgestimmtes Fächerangebot wichtiger als der kürzeste Weg.“