Prozess wegen Geiselnahme: Angeklagte (22) aus Geestland wirkt apathisch

Wegen Geiselnahme, Nötigung, Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte muss sich seit Montag eine 22 Jahre alte Mutter aus Geestland vor dem Landgericht Stade verantworten.

Zwei Verletzte

Die offensichtlich psychisch kranke Frau war laut Anklage am Vormittag des 27. März dieses Jahres nur mit einem Bademantel bekleidet und ihrem eineinhalbjährigen Sohn auf dem Arm im Straßenverkehr umhergelaufen. Als die Beamten sie ansprachen, bedrohte die Frau die Polizisten und auch ihr Kind mit einem Messer. Während des Einsatzes wurden ein Autofahrer und eine Polizeibeamtin leicht verletzt.

Unterbringung in Moringen

Zurzeit hält sich die Täterin in der geschlossenen Psychiatrischen Klinik in Moringen (Kreis Northeim) auf. Die 2. Große Strafkammer des Stader Landgerichts muss nun in einem Sicherungsverfahren entscheiden, ob die Mutter zweier Kinder dort dauerhaft untergebracht werden soll.

Frau wirkt apathisch

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagte im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt hat. Zum Prozessauftakt wirkte die zierliche Frau ruhig, fast apathisch. Ihre Verteidigerin Denise Lösing gab zu Protokoll, dass ihre Mandantin zunächst nichts zu den Vorwürfen sagen werde.