Sanierte Burgruine in Stotel ist offen für Besucher

Eine knapp sechs Meter hohe, weiß verputzte Feldsteinmauer in Ringform mit einem Durchmesser von etwa 37 Metern und ein mit Backsteinen verblendeter Turm, der die Einfahrt schützt: So kann man sich die Burg aus dem 13. Jahrhundert vorstellen, deren Reste auf dem Gelände des Reitstalls Bode in Stotel durch Zufall 2005 bei Kabelarbeiten entdeckt wurden.

Fund ist fast eine Sensation

Von 2013 bis 2015 lief die Ausgrabung. Jetzt konnten die Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen abgeschlossen werden. Der Fund gleicht historisch fast einer Sensation: „Für diese Region ist eine solche Umfassungsmauer einer mittelalterlichen Burg bisher nicht bekannt gewesen“, erzählt Archäologierat Dr. Andreas Hüser.

Burg wurde nicht zerstört

Zugeordnet wird die Burg Graf Gerbert von Stotel. Ob und wie diese Burg, die nicht zerstört, sondern offensichtlich planmäßig zurückgebaut wurde, mit der ebenfalls in Stotel vorhandenen zweiten Burg in Verbindung steht, ist bisher nicht bekannt.

Begleitende Ausstellung in Bederkesa

Nachhaltiges Ziel der Investition soll eine langfristige Sicherung der Burgreste vor dem Verfall sein. Die zum Teil gerade erst vom Restaurator aus der Konservierung geholten Funde sollen noch in diesem Jahr in einer begleitenden Ausstellung in der Burg Bederkesa gezeigt werden. (ag)

 

Was bei der Sanierung noch alles gefunden wurde und wie der Burgherr gelebt haben könnte, lest Ihr am Sonntag, 12. Mai 2019, im SONNTAGSjOURNAL der NORDSEE-ZEITUNG.