Ständig auf der Hut: Veterinäre im Kampf gegen Tierseuchen

Schweinepest, BSE, Vogelgrippe. Eine der Aufgaben des Veterinäramtes ist es, darüber zu wachen, dass sich keine dieser Tierseuchen ausbreiten kann. Tückisch dabei: Auch, wenn viele Seuchen lange Zeit nicht mehr aufgetreten sind, können sie plötzlich wieder auftauchen. Man sollte schon auf der Hut sein, betont Dr. Cornelia Cassel. Sie ist im Veterinäramt des Landkreises Cuxhaven für Tierseuchenbekämpfung und Tierschutz zuständig.

Der Ausbruch einer Seuche könnte im Cuxland vor allem wegen der hohen Tierdichte verheerende Folgen haben. Mit 300 000 Kühen, Kälbern, Bullen und Co. sind die Rinder die Spitzenreiter. Zum Vergleich: Die Einwohnerzahl liegt „nur“ bei knapp 200 000. Getoppt wird der Rinderbestand lediglich vom Geflügel: Hier liegt die Zahl bei 8,5 Millionen. Hinzu kommen 98 000 Schweine, 10 000 Pferde sowie knapp 12 000 Schafe und Ziegen.

Warnschilder auf den Höfen

Ein Weg, um Seuchen gar nicht erst ausbrechen zu lassen, sei die Erhöhung der sogenannten Biosicherheit auf den Höfen, erläutert Cassel. Warnschilder mit Aufdrucken wie „Wertvoller Tierbestand – Betreten verboten“ hielten deshalb oftmals Unbefugte fern. Derartige Abschirmung werde allerdings vonseiten der Bevölkerung kritisch gesehen. „Es wird Transparenz gefordert, doch für den Landwirt stellt dies immer ein Risiko für seinen Tierbestand dar“, so Cassel.

Auf welchen Wegen sich Tierseuchen international verbreiten, berichtet morgen das SONNTAGSjOURNAL der NORDSEE-ZEITUNG.