Steinewerfer-Prozess: Gutachter analysiert Verfolgungsjagd im Cuxland

Fortsetzung im Steinewerfer-Prozess vor dem Landgericht Stade: Am Dienstag stellte Thomas Oberländer, Sachverständiger für die Rekonstruktion von Straßenverkehrsunfällen, sein Gutachten vor. Es gab ein Lob für den Fahrer des Polizeiautos.

Lebensgefährliche Verfolgungsjagd

Zum Fall: Seit Anfang August muss sich ein 40 Jahre alter Mann unter anderem wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, sich nach einem Einbruchdiebstahl in einen Raiffeisenmarkt in Spieka mit der Polizei eine lebensgefährliche Verfolgungsfahrt geliefert zu haben.

Ein Täter wurde bereits verurteilt

Dabei sollen zuerst Feldsteine, später auch die Beute auf die Autobahn geworfen worden sein. Ein 41 Jahre alter Loxstedter wurde bereits vom Landgericht zu 5 Jahren und 5 Monaten Haft verurteilt.

Experte ist nicht überrascht

„Der Beamte am Steuer hat sehr schnell und gut reagiert“, sagte Oberländer zum Ablauf der Verfolgungsjagd. Überrascht hat das den Experten nicht: Fahrer von Zivilstreifen mit eingebauter Videokamera dürfen nach seinen Angaben erst nach einer Praxis von acht Jahren im allgemeinen Polizeidienst ans Steuer dieser Fahrzeuge: „Das sind hochprofessionelle und gut trainierte Polizeifahrer.“