Storchenfamilie in Ueterlande vor Bienen gerettet

Zwei Störche bewohnen das Nest in Ueterlande, das auf dem Gelände von Andreas Onken steht. Am Sonntag bemerkte der Dachdecker, dass irgendetwas nicht stimmt. Die Vögel kreisten um das Nest, steuerten es trotz frisch geschlüpften Nachwuchses aber nicht an. Die Ursache: aggressive Wild-Bienen.

Geteerte Straße erweist sich zum Problem

Um helfen zu können, versuchte es Onken bei der Feuerwehr. Diese konnte ihr Drehleiter-Fahrzeug allerdings nicht entbehren. Also ergriff er selbst die Initiative. Seine Arbeitsbühne vom Betriebsgelände in Bremerhaven musste her.

Da gab es nur ein Problem: Die Straße Seeborg war frisch geteert, die Bauarbeiter wollten Onken nicht passieren lassen. Erst mit Hilfe der Polizei konnte der Dachdecker sein Fahrzeug doch nach Ueterlande bringen.

Rettungs-Aktion bringt zunächst den gewünschten Erfolg

Dort angekommen schlüpfte Onken in einen Imker-Anzug und suchte das Bienen-Nest. Die Suche blieb jedoch erfolglos. Mit einem Duftstoff sollten die Wild-Bienen vertrieben werden. Als der Regen einsetze kehrten die Störche zurück zu ihrem Nachwuchs. Die Rettungs-Aktion schien den gewünschten Erfolg gebracht zu haben.

Doch mittlerweile sind die Wild-Bienen wieder da.  „Es ist noch nicht ausgestanden“, sagt der hinzugezogene Storchenbetreuer Burkhard Schönfeld. „Die Wildbienen attackieren noch immer die Vögel, sodass der gerade erst geschlüpfte Nachwuchs nicht geschützt ist.“

Storchenbetreuer ist besorgt

Normalerweise müsste sich immer ein Elternteil auf den Nachwuchs setzen, um die Baby-Störche vor Sonne oder Kälte zu schützen. Doch vor allem das Weibchen hält es aufgrund der Wildbienen-Attacken nicht lange auf dem Nest aus. „Ich bin besorgt“, sagt Schönfeld.