Streit um das Gymnasium Langen: Noch ein weiter Weg bis zum Abitur

Eltern und Schüler wollen sie, andere Schulen fürchten sie: Die Oberstufe für das Gymnasium Langen. Obwohl bereits seit über einem Jahr darüber diskutiert wird, ist noch immer keine Entscheidung gefallen. Ängste und Emotionen kochen dennoch bereits jetzt hoch. 

KreisGy sorgt sich um eigene Oberstufe

Insbesondere das Kreisgymnasium Wesermünde, an dem derzeit die meisten Langener Schüler ihr Abitur machen, sorgt sich. Die Bandbreite ihrer Oberstufe sei in Gefahr, so eine Stellungnahme der Schulleitung, wenn die Langener wegfallen. Wenn nicht sogar die ganze Oberstufe, für die eine Basis von 110 Schülern in der Eingangsstufe nötig sei.

Bisher viele Langener Schüler am NIG

Auch das Niedersächsische Internatsgymnasium (NIG) in Bad Bederkesa schlägt Alarm. Hier sind es zwar weniger die Oberstufenschüler, dafür aber die unteren Klassenstufen, denen der Wegfall der Langener Schüler schaden könnte. Denn noch wird das NIG von vielen Eltern aus Langen ausgewählt, weil die Kinder hier eine durchgängige Schule bis zum Abitur haben. Sollte das auch in Langen möglich sein, könnte die Entscheidung anders ausfallen.

„Argumente nicht stichhaltig“

Argumente, die in den Augen des Langener Schulelternsprechers Reinhard Raabe nicht ausreichend für eine Ablehnung sind. Es gebe zahlreiche Gymnasien in der Region und im Land, die kleiner seien und trotzdem gute Arbeit machen. Dazu komme, dass die Zahl der Langener Schüler am KreisGy zu gering sei, um dieses grundlegend zu gefährden. Und das NIG als Landeseinrichtung könne Schüler aus der ganzen Region und darüber hinaus aufnehmen.

Zahlen sollten Entscheidungsgrundlage für Oberstufe in Langen sein

Er wünsche sich, dass auch die Langener Schüler künftig die Wahl haben, wo sie ihr Abitur machen wollen. Ob in Langen, am KreisGy oder in Bremerhaven. Grundlage für die Entscheidung sollten dabei Zahlen und Fakten sein, keine Emotionen.