Vermülltes Flüchtlingshaus in Nordholz: Wer zahlt?

Acht Monate lebte eine mindestens 18-köpfige Flüchtlingsfamilie in einem Wohnhaus im Nordholzer Moorkamp. Im September 2016 zog die Familie aus. Bei der Hausübergabe dann die böse Überraschung: Das Haus war einem katastrophalen Zustand.

Haus muss renoviert werden

Brandflecken im Fußboden, Urinspuren an den Wänden und aufgetretene Türen. Das Haus muss dringend renoviert werden. Doch die Eigentümer streiten sich seit Jahren mit der Gemeinde über die Renovierungskosten von 50.000 Euro, die diese übernehmen soll.

25.000 Euro reichen nicht

Die Gemeinde tritt bei der Unterbringung von Flüchtlingen als Mieter auf, und setzt die Kosten bei 25.000 Euro an. Dieses Geld haben die Eigentümer auch bereits bekommen. Bezahlt durch den sogenannten Kommunalen Schadensausgleich, eine Art Haftpflicht der Kommunen.

Gerichtsverfahren gegen Gemeinde

Doch diese Summe reicht der Nordholzer Familie nicht. Sie hat mittlerweile auch einen Anwalt eingeschaltet. Da keine Einigung zur Schadenshöhe und zur Frage, wer welche Schäden verursacht hat, erzielt werden konnte, strengt die Familie ein Gerichtsverfahren gegen die Gemeinde an.

Kristin Seelbach

Kristin Seelbach

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Geboren 1985 im hessischen Limburg hat es Kristin Seelbach nach dem Studium in Marburg und Leipzig gleich zweimal zur NORDSEE-ZEITUNG nach Bremerhaven und umzu verschlagen. Zunächst 2011 zum Volontariat und seit 2013 erst als feste Mitarbeiterin und später Redakteurin in die Landkreisredaktion. Dort kümmert sie sich schwerpunktmäßig um die Gemeinden im Nordkreis und die Kreispolitik.