#Typisch nordisch: 5 Dinge, die du über den Strandkorb nicht wusstest

Auch wenn der Frühling in diesem Jahr noch auf sich warten lässt, gibt es Urlaubsorte, an denen die Strandkorbsaison bereits begonnen hat. Wir hoffen mal auf wärmere Temperaturen, um gemütlich im Strandkorb zu lümmeln. Bis dahin haben wir noch ein paar Fakten.

  • Wer hat ihn erfunden?

Der Strandkorb ist eine deutsche Erfindung. 1882 baute der mecklenburgische Korbmachermeister Wilhelm Bartelmann den ersten Strandkorb aus geflochtenem Reet und mehr als 140 verschiedenen Holzleisten. Der Korb war laut Überlieferung für eine Urlauberin, die trotz Asthma auch gern bei Kälte und Wind draußen sitzen wollte.

  • Seit wann gibt es Vermietungen?

1883 öffnete die erste Strandkorbvermietung der Welt in Warnemünde an der Ostsee.

  • Woraus werden sie hergestellt?
95 Prozent der Strandkörbe werden aus Kunststoffstreifen geflochten. Er ist in der Regel 160 cm hoch und 120 cm breit. In der Regel wiegt 65 kg. Profis brauchen rund acht Stunden, um einen Strandkorb zu flechten.
Viele Farben, aber meistens innen zweifarbig gestreift: Strandkörbe sind sowohl an der Ost- als auch an der Nordsee sehr beliebt. Foto Maffiotte
  • Wie viele Strandkörbe werden in der Saison aufgestellt?

Nach wie vor sind Strandkörbe vorwiegend an Deutschlands Küsten anzutreffen. Ihre Gesamtzahl in den Badeorten von Nord- und Ostsee wird auf rund 300 000 geschätzt. Allein auf Norderney sind es 2000, auf Langeoog 1800, in Cuxhaven rund 2200.

  •  Wo kann man gebrauchte Strandkörbe kaufen?

Schnäppchenjäger können für den eigenen Garten oder Balkon ausrangierte Möbel bei Standkorbauktionen ersteigern, so zum Beispiel in Harlesiel. Dort bekommt man die Stücke je nach Zustand zwischen 25 und 150 Euro. Auch in Fedderwardersiel werden stets im Oktober Körbe versteigert.

Lili Maffiotte

Lili Maffiotte

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Lili Maffiotte, Spanierin mit kompliziertem Namen, aber ohne Spanischkenntnisse, geboren und aufgewachsen in Norddeutschland. Seit 23 Jahren bei der NORDSEE-ZEITUNG - als gelernte Fotografin von der Bildredaktion über ein Volontariat in die Lokalredaktion mit Zwischenstationen in der Sportredaktion. Seit Oktober 2015 in der Online-Redaktion für die Social-Media-Kanäle zuständig.