Viel Lob für neue Brücke bei Heine

Sieben Wochen Bauzeit, 120 000 Euro Kosten und am Ende ein „sehr gutes Produkt“, wie Jörn Deharde von der Gemeinde Hagen feststellte. Das Bauwerk, das den Bleckmoorsweg über die Drepte führt, erhielt bei der Freigabe viel Lob. Damit die Kosten im Rahmen blieben, wurde erstmals eine neue Bauweise für die Brücke eingesetzt.

Leichter als Stahlbetonbrücke

Projektleiter Carsten Gerken vom Unternehmen Sweco bestätigte, dass man für die neue Brücke einen neuen Ansatz gewählt habe, der wesentlich leichter und kostengünstiger als eine Stahlbetonbrücke daherkommt.

Das Geheimnis: Blähton

Die Gründung besteht aus zweilagig verlegten Geo-Matratzen, die mit Blähton gefüllt sind. Blähton gilt als sehr leichter Naturbaustoff, was ein Vorteil ist, da die Böden an dem Standort wenig tragfähig sind.

Alte Planung  verworfen

Oben befinden sich eine Sand-, Schotter- sowie Asphalttragdeckschicht. „Die konventionelle Planung als Stahlbetonbrücke mit Spundwandgründung wurde aufgrund hoher Kosten verworfen“, so Gerken.

Kosten um 40 Prozent verringert

Die Kosten seien um 40 Prozent verringert worden. Die Brücke sei zwar deutlich leichter, aber dennoch tauglich für den Schwerlastverkehr.

Weitere Projekte in der Gemeinde

Der Ersatzneubau für die Brücke Bleckmoor ist nicht das einzige Brückenprojekt in Gemeinde.

  • Die Brücke in der Verlängerung der Achterstraße (Uthlede) soll in drei Wochen saniert sein. 2016 wurde bereits die Oestrich-Brücke bei Wurthfleth vom Unterhaltungsverband saniert.
  • 2017 könnten die Liebesbrücke (Hagen) und Zwischendeichswegsbrücke (Rechtenfleth) saniert werden. Zudem wird bei bis zu drei Brücken die Fahrbahn erneut.
  • Im Jahr 2016 wurden alle Brücken in der Gemeinde überprüft. Kurzfristig gebe es eine Sanierungsverschnaufpause, mittelfristig sind laut Bauamt große Investitionen nötig.

 

Jens Gehrke

Jens Gehrke

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Jens Gehrke ist in Bremerhaven geboren, arbeitet als Redakteur bei der NORDSEE-ZEITUNG und gehört seit 2016 dem nord24.de-Team an. Er hat Kulturwissenschaften und BWL in Lüneburg und Madrid studiert, danach volontierte er bei der NORDSEE-ZEITUNG. Die Schwerpunkte der Berichterstattung liegen in den Gemeinden Hagen im Bremischen und Beverstedt.