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Vor 50 Jahren gefasst: Der Bahnerpresser „Roy Clark“ aus Cuxhaven

Mal war er „Deutschlands Staatsfeind Nr. 1“, dann der „gemeingefährlichste Erpresser und Bombenleger der Nachkriegszeit“ oder die „Bestie in Menschengestalt“. Zwischen Oktober 1966 und November 1967 verübt ein Mann aus Cuxhaven-Altenbruch fünf Anschläge auf Bahnanlagen in Norddeutschland. Vor 50 Jahren wurde er gefasst.

Als Roy Clark bundesweit bekannt

Bekannt geworden ist Alexander Hembluck aus Cuxhaven-Altenbruch auch unter dem Namen Roy Clark. So hieß ein Mann in einem Roman, der sich durchs Leben bombt. Hembluck ist fortan Roy Clark. Er spielt Katz und Maus mit der Polizei. Schließfächer gehen hoch, Bahnstrecken werden manipuliert. Er schraubt seine Forderungen auf 700.000 Mark.

Bombenleger fast beim Pinkeln festgenommen

Ein Mal hat ihn die Polizei fast. Beobachtet einen Mann beim Pinkeln. Kontrolliert ihn – und lässt ihn laufen. Noch wissen sie nicht, wen sie vor sich hatten. Doch dann wird er festgenommen, später zu 15 Jahren Haft verurteilt. Einer der spektakulärsten Erpressungsfälle der Bundesrepublik geht zu Ende.

Der Sohn des Bahnerpressers erzählt sein Leben

Den ganzen spannenden Krimi lest ihr am Donnerstag in der NORDSEE-ZEITUNG. Und in der kommenden Woche kommt dann einer der Söhne des Bahnerpressers zu Wort. Der sieht seinen Vater übrigens nach 12 Jahren, nach dessen vorzeitiger Entlassung, das erste Mal wieder. Der Sohn im Knast, der Vater zu Besuch.

Christian Doescher

Christian Doescher

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Christian Döscher, Jahrgang 1967, leitet seit 2009 die Landkreis-Redaktion der NORDSEE-ZEITUNG. Zehn Jahre hat er in der Nachrichten-Redaktion gearbeitet. Vor seinem Volontariat ab 1997 ist der Köhlener vier Jahre als selbstständiger Marketing-Berater tätig gewesen. Studiert hat Döscher in Hannover Wirtschaftswissenschaften. Seine Leidenschaft gilt dem Fußball.