Wenn der Hase Löffel auf die Windräder trifft

„Horch, die Tiere erzählen“, ruft Naturschützer Hermann Kück den Lesern seines ersten Buches zu. Ohne Jägerlatein und in kindgerechter Sprache lässt Kück die Tiere unserer Heimat erzählen, wie sie Natur und Umwelt heute erleben – vom Otterbiotop bis zur Windkraftanlage.

„Das Buch soll helfen, die Sicht der Tiere in ihrem veränderten Lebensraum zu verstehen, ihre Sorgen und Nöte wahrzunehmen. Es soll zum Nachdenken anregen und den Kindern Kenntnisse zur Natur und ihren Tieren vermitteln“, beschreibt Kück.

Tiere erleben den Bau eines Windparks

In einer der Geschichten erlebt Löffel, der Hase, wie im Reithornsmoor ein Windpark entsteht – mit Folgen für ihn und seine Kumpels. „Da kommen Riesen-Raupenfahrzeuge, bauen breite Straßen, verbreitern die Gräben und entwässern die Weiden. Kiebitz und Brachvogel hauen ab, weil sie dort nicht mehr leben können.“ Habicht und Rotmilan machen sich davon – „sie werden sonst da oben in der Luft erschlagen“.

Die Streuobstwiese ist das „Paradies“

Aber es gibt auch noch die heile Welt: Die Biene Livonia entdeckt „das Paradies, wo wunderbarer Honig von den alten Sorten der gesunden Obstbäume zu holen war und viele Wildblumen einen Blütenteppich bildeten“ – sie hat eine der in Lunestedt angelegten Streuobstwiesen gefunden.

1500 Bücher zur Verteilung

Hermann Kück suchte nach Möglichkeiten, ein Buch zur Umwelterziehung zu veröffentlichen, das als Geschenk verteilt werden könnte. Bei der Bingo-Umweltstiftung traf er auf offene Ohren: Sie ließ 1500 Exemplare drucken – zur Verteilung vor allem an Kindergärten und Grundschulen in ganz Niedersachsen. Erhältlich ist das Buch für Gruppen bei Hermann Kück (04748/1056), gerne auch samt Lesung und Vortrag.

„Die Natur hat so viel zu bieten“

Der Bokeler Grafiker und Karikaturist Heinz Glaasker hat das Buch mit Sinn für Humor illustriert „Ich habe es ein bisschen herzlicher gemalt, aber nicht veralbert. Ich gebe den Menschen immer ein paar Denk-Aufgaben mit“, meint Glaasker. „Jeder soll sich da selber reinträumen.“ Kück und Glaasker wollen „die Leute wach machen“: „Die Natur hat so viel für uns zu bieten. Wir müssen es nur abrufen.“ (agp)