Wolfsberater haben viele Fragen zum geplanten Abschuss

Zahlreiche Wolfsberater haben zu dem geplanten Abschuss eines Wolfes im Kreis Nienburg noch viele Fragen. In einem offenen Brief fordern die ehrenamtlichen Experten aus verschiedenen Landkreisen – darunter auch die Wesermarsch und das Cuxland – mehr Informationen zur Entscheidung.

Wurde alles andere versucht?

Ein Abschuss sei immer das letzte Mittel der Wahl und nur dann anzuwenden, wenn alle andere Mittel ausgeschöpft worden seien, betonten die Unterzeichner. Es sei nicht mitgeteilt worden, ob alles andere versucht worden sei, sagte Silas Neuman, Wolfsberater im Landkreis Cuxhaven.

Wolfsberater wollen Informationen

Wenn alles nichts bringe, dann sei der finale Abschuss vorgesehen. „Dahinter stehen wir auch“, betonte Neuman. Allerdings seien die Wolfsberater auf Informationen angewiesen, um selbst im Austausch mit der Bevölkerung und Nutztierhaltern argumentieren zu können.

Abschuss als letzte Alternative

Eine Sprecherin des Umweltministeriums verwies auf einen sehr langen Diskussionsprozess vor der erteilten Ausnahmegenehmigung, an dem auch der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz beteiligt gewesen sei. Da keine andere Möglichkeit als sinnvoll erachtet wurde, sei der Abschuss die letzte Alternative. (lni)

Was weitere Wolfsberater aus der Region zu dem geplanten Abschuss sagen, lest ihr am Dienstag in der NORDSEE-ZEITUNG.