Anzeige

Zwei tote Kälber auf dem Misthaufen entdeckt: Tierschützer schlagen Alarm

Es war kein schöner Anblick:  Auf dem Hof eines landwirtschaftlichen Betriebes in der Gemeinde Loxstedt lagen zwei tote Kälber direkt neben dem Misthaufen. Tierschützer sind empört.

Vorwurf: Tierquälerei

Die Kälber waren nur von einer dünnen Schneeschicht bedeckt und von der Straße aus gut zu sehen. Tierschützer, denen die Kadaver beim Spaziergang aufgefallen waren, schlugen Alarm. Der Vorwurf: Tierquälerei, Verstoß gegen das Tierkörperbeseitigungs- und das Seuchenschutzgesetz.

Veterinäramt eingeschaltet

Doch die Polizei gibt Entwarnung: „Es ist kein Hinweis auf strafbare Handlungen erkennbar“, erklärt Polizeisprecherin Anke Rieken. Rechtlich gesehen komme lediglich ein Verstoß gegen das Tierkörperbeseitigungsgesetz in Frage. „Das Veterinäramt des Landkreises Cuxhaven wurde eingeschaltet, und der Vorgang wurde zur weiteren Prüfung an die Staatsanwaltschaft Stade übersandt.“

„Ungerechtfertigte Verdächtigungen“

Der Landwirt wehrt sich über die in seinen Augen ungerechtfertigten Verdächtigungen: Die Tiere seien auf Grund einer Grippewelle verendet. Er habe den Tod ordnungsgemäß der Tierkörperbeseitigungsanstalt gemeldet.

Tote Tiere werden eigentlich früher abgeholt

Normalerweise betrage der Zeitraum von der Meldung bis zur Abholung des Kadavers höchstens 24 Stunden. Auf Grund der problematischen Witterungsverhältnisse aber seien die Fahrzeuge erst am frühen Montagmorgen gekommen.

 

Ann-Kathrin Brocks

Ann-Kathrin Brocks

zeige alle Beiträge

Ann-Kathrin Brocks ist seit Oktober 2015 Projektredakteurin bei der Nordsee-Zeitung, wo sie auch volontiert hat. Zuvor hat sie an der Universität Siegen „Literary-, Cultural- & Media-Studies“ sowie „Visual Studies & Art History“ studiert.