Der gläserne Kunde: Firmen können mit Sprachanalyse Facebook und Co. auswerten

Unternehmen steht im digitalen Zeitalter ein wahrer Schatz zur Verfügung: Mit automatischen Systemen können nicht nur soziale Netzwerke, sondern auch Sprachaufzeichnungen durchsucht und ausgewertet werden. Benedikt Höck hat dazu an der Hochschule Bremerhaven seine Masterarbeit verfasst. Dafür wurde er ausgezeichnet.

„Die Datenmengen, auf die man zurückgreifen kann, sind extrem groß“, erläutert der Rüsselsheimer, der seine Masterarbeit mit dem Titel „Natural Language Processing im Kontext von Big Data – Überblick und Möglichkeiten für die deutsche Sprache“ 2015 im Studiengang Anwendungsorientierte Informatik geschrieben hat. „Die Menschen sind immer mehr online unterwegs und geben eine Menge von sich preis. Das können Unternehmen nutzen“, sagt Höck. Helfen könne dabei die sogenannte Big Data Analytics, die Sammlung und Analyse von internen und externen Daten mit Hilfe verfügbarer Technologie.

Firmen können ihr Marketing speziell ausrichten

Man könne die Daten dazu nutzen, seine Kunden besser zu verstehen – gerade auch die jungen, die sich hauptsächlich in den sozialen Netzwerken aufhalten. Firmen können auf diese Weise Feedback zu Produkten und auch zum Unternehmen selbst erhalten. „Zudem kann man Kundenwünsche identifizieren und seine eigenen Marketingkampagnen darauf ausrichten“, meint der Informatiker.