Ende der Zeitumstellung: EU-Staaten brauchen mehr Zeit

Das Ende der halbjährlichen Zeitumstellung in der EU ist nicht absehbar. „Es scheint, dass die meisten Mitgliedstaaten mehr Zeit benötigen“, heißt es in einem öffentlichen Dokument der rumänischen EU-Ratspräsidentschaft. Am Donnerstag, 8. Juni 2019, wollen die für das Thema verantwortlichen EU-Verkehrsminister darüber diskutieren. Eine Entscheidung wird nicht erwartet.

Europaparlament stimmt für Verzicht

Die EU-Kommission hatte im Sommer vorgeschlagen, die Zeitumstellung in der EU schon 2019 abzuschaffen. Anschließend könnte jedes Land selbst entscheiden, ob es dauerhaft Sommer- oder Winterzeit einführen will. Bei einer EU-weiten Umfrage hatten sich 84 Prozent der Teilnehmer für ein Ende des Hin und Her ausgesprochen, die meisten von ihnen kamen aus Deutschland. Das Europaparlament stimmte dafür, ab 2021 auf die Zeitumstellung zu verzichten. Das Parlament muss sich jedoch mit den EU-Staaten auf eine Linie einigen. Derzeit gibt es in Mitteleuropa eine Zeitzone von Polen bis Spanien, zu der Deutschland und 16 weitere EU-Länder gehören. Sie soll zugunsten von Reisenden und Handel möglichst erhalten bleiben.

In Deutschland seit 1980

Der Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit ist schon lange umstritten. Seit 1996 werden in der EU  im März sowie im Oktober die Uhren jeweils eine Stunde umgestellt. In Deutschland gibt es die Sommerzeit schon seit 1980.