Gabriel: Merkels erneute Kanzlerkandidatur erwartbar

SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel rechnet damit, dass die CDU-Vorsitzende Angela Merkel erneut als Kanzlerkandidatin antritt.

„Wir erwarten, dass Merkel am Sonntag das sagt, was jeder weiß: Dass sie die CDU in den nächsten Wahlkampf führt“, sagte Gabriel heute auf einem Parteitag der Thüringer SPD in Erfurt. „Wir freuen uns auf eine demokratische Auseinandersetzung.“

Gabriel lässt Konsequenzen für die SPD offen

Welche Konsequenzen die erwartete CDU-Kandidatenkür für die Personalentscheidung der SPD mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 hat, ließ Gabriel in seiner Rede offen. Am Rande des Parteitags sagte er dann auf die Frage, ob die SPD nun im Zugzwang sei: „Das heißt nichts für die SPD.“ Die Sozialdemokraten würden an ihrem Zeitplan festhalten.

SPD will sich im Bundestagswahlkampf auf die Situation der Mittelschicht konzentrieren

Gabriel kündigte an, dass sich die Sozialdemokraten im Bundestagswahlkampf stark auf die Situation der Mittelschicht in Deutschland und den gesellschaftlichen Zusammenhalt konzentrieren werden. „Ich will, dass die Mittelschicht in diesem Land wieder stärker wird.“ Nach der Einführung des Mindestlohns setze sich die SPD unter anderem für eine Mindestrente ein. „Wer gearbeitet hat, sollte eine auskömmliche Rente erhalten“, sagte Gabriel. Wenn die Union dabei nicht mitmache, „dann ist das das Thema im Wahlkampf.“