New Yorker nutzen „U-Bahn-Therapie“ gegen Trump-Frust

Um mit dem Wahlsieg von Donald Trump klarzukommen, nutzen viele New Yorker einen kreativen Weg. Auf Klebezetteln lassen sie Dampf ab und verschönern damit die gekachelte Wand einer U-Bahn-Station. Künstler Matthew Chavez nennt das „U-Bahn-Therapie“.

Hunderte Menschen nutzen die „U-Bahn-Therapie“

Nach der von Vielen nicht erwarteten Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten haben sich viele New Yorker in „U-Bahn-Therapie“ begeben. Mit Klebezetteln und Stiften verwandelte der Künstler Matthew Chavez die gekachelte Wand eines U-Bahn-Ganges in Manhattan in einen Ort zum Dampf ablassen, diskutieren und trauern – und nannte das Ganze „Subway Therapy“ (auf deutsch: „U-Bahn-Therapie“). Hunderte Menschen nutzten die Gelegenheit.

Jeder, der an der U-Bahn-Station vorbeikommt, kann an der Kunstaktion des Künstlers Matthew Chavez teilnehmen.
Jeder, der an der U-Bahn-Station vorbeikommt, kann an der Kunstaktion des Künstlers Matthew Chavez teilnehmen. Foto: Horsten/dpa

Von „Alles wird gut“ bis „Ich bereue meine Wahl-Stimme“

„Ich habe heute Morgen ein Meeting sausen lassen, um zu weinen“, stand auf einem pinkfarbenen Klebezettel, „alles wird gut“ auf einem gelben. Auch „ich bereue meine Wahl-Stimme“, „Bringt Obama zurück!“ und „2020!“ war zu lesen. Bislang sei die spontane Aktion „überwaltigend positiv“ verlaufen, sagte Organisator Chavez, der seine U-Bahn-Therapie noch ein paar Tage lang anbieten will. (dpa)

"Ich bereue meine Wahl-Stimme", "Bringt Obama zurück!" und "Nieder mit dem undemokratischen System" steht auf den Klebezetteln.
"Ich bereue meine Wahl-Stimme", "Bringt Obama zurück!" und "Nieder mit dem undemokratischen System" steht auf den Klebezetteln. Foto: Horsten/dpa