Regen und Schlamm im Elendscamp von Idomeni

 Die Lage an der griechisch-mazedonischen Grenze bleibt angespannt. Nach starken Regenfällen war das Lager von Idomeni am Dienstagmorgen verschlammt.

Das griechische Fernsehen zeigte Menschen, die mit bloßen Händen versuchten, das Wasser aus ihren kleinen Kuppelzelten heraus zu leiten. Andere zündeten Feuer an und hielten die durchnässten Kleider ihrer Kinder drüber, um sie zu trocknen. Einzige gute Entwicklung: Die Sonne schien am Dienstagmorgen wieder auf das Elendscamp.

Migranten wollen nicht in organisierte Lager der griechischen Regierung ziehen

Mitglieder humanitärer Organisationen sagten Reportern vor Ort, sie befürchten, dass es zu Wutausbrüchen der Migranten kommen könnte. Tausende harren seit Wochen in Idomeni aus. Die griechischen Behörden und das UN-Flüchtlingshilfswerk rieten am Vortag abermals den Migranten in Idomeni, in organisierte Lager zu ziehen, die die Regierung in Athen wenige Kilometer südlich der Grenze in Betrieb genommen hat. Die Migranten weigern sich in ihrer Mehrheit. Sie hoffen, dass die mazedonische Seite den Zaun doch noch öffnet und dass sie dann nach Mitteleuropa weiterreisen können.