Barbara Becker: Diskussion über Rassismus „wahnsinnig wichtig“

Designerin Barbara Becker hält die gesellschaftliche Diskussion nach der rassistischen Beleidigung ihres Sohns Noah (23) für „wahnsinnig wichtig“.

Becker: Es geht nicht nur ums Schwarzsein

Die Ex-Frau von Tennislegende Boris Becker sagte: „Es geht nicht nur ums Schwarzsein, sondern ums Anderssein. Dass man sich einfach als Menschen annimmt und sich wirklich nur als Menschen sieht und sonst nichts.“

Sohn Noah beleidigt

In einem Tweet über den Account des AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier war Noah Becker als „Halbneger“ beleidigt worden. Es habe sie gefreut, dass anschließend so viele Menschen aufgestanden seien und darauf empört reagiert hätten wie etwa Schauspieler Til Schweiger, sagte die 51-Jährige nun.

23-Jähriger will juristisch gegen AfD-Politiker vorgehen

Laut einem DNA-Test stammen Barbara Beckers Vorfahren aus Afrika, dem deutschsprachigen Raum und Schottland. Becker lebt in Miami und kommt etwa alle zwei Monate für eine Woche nach Deutschland, um zu arbeiten und ihren Sohn und ihre Mutter in Berlin zu sehen. Noah Becker, der als DJ und Maler arbeitet, hatte in einem Interview gesagt, Berlin sei im Vergleich zu London oder Paris eine „weiße Stadt“. Daraufhin wurde er via Twitter massiv beleidigt. Der 23-Jährige will juristisch gegen den AfD-Politiker vorgehen.

Becker: Deutschland ist ein waches Land

Seine Mutter sagte: „Ich kenne keinen Schwarzen auf der ganzen Welt, der nicht schon mal mit Rassismus zu tun hatte – sei es ein berühmter Popstar, weltbekannter Schauspieler oder irgendjemand von der Straße.“ Nach ihrem Eindruck sei Deutschland ein sehr waches Land, wo solche Beleidigungen nicht geduldet werden. „Ich habe den direkten Vergleich, was in Washington aus dem Oval Office kommt.“ US-Präsident Donald Trump soll in einem Gespräch mit Senatoren etwa gefragt haben, warum so viele Menschen aus „Dreckslöchern“ in die USA kommen. Dabei ging es um Einwanderer aus Haiti, El Salvador und afrikanischen Ländern.