„Drei Fragezeichen“-Regisseurin: Unser Problem sind die Nebenrollen

Die Sprecher der Juniordetektive „Die drei Fragezeichen“ gehen inzwischen schon auf die 60 zu – doch sie werden wohl noch einige Hörspielabenteuer als Teenager erleben.

Kein krasser Stimmbruch

„Ich denke, wir machen weiter, bis es nicht mehr funktioniert“, sagte Regisseurin Heikedine Körting dem „Tagesspiegel“. Sie ist seit 1979 die Verantwortliche für die Reihe. „Die Jungs sind nie in einen krassen Stimmbruch gefallen, das geht noch.“ Allerdings werde es zunehmend schwierig, die anderen Rollen zu besetzen.

200. Episode steht an

„Wenn ein 50-Jähriger einen 17-Jährigen spricht, muss im Hörspiel ja jeder 40-Jährige bald schon von einem 60- bis 70-Jährigen gesprochen werden. Ich glaube, ganz Schluss ist, wenn einer von den drei Jungs nicht mehr will oder kann.“ Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich sprechen seit der ersten Folge die Titelhelden, die 200. Episode steht an.

Rassismus-Vorwürfe gegen „TKKG“

Körting äußerte sich zugleich zu Vorwürfen gegen den anderen Hörspielklassiker „TKKG“, dessen frühen Folgen von Zuhörern häufiger Rassismus und Dicken-Mobbing unterstellt wurde. „Im Fall „TKKG“ ist das Label Europa ja darauf eingegangen, die ersten 100 Hörspiele sind nicht mehr im Handel und auch nicht im Streaming.

Enid Blytons Geschichten bleiben unverändert

Bei Enid Blyton ist das so geblieben, wie sie es geschrieben hat. Natürlich müssten wir heute Sinti und Roma sagen statt Zigeuner und Schaumküsschen statt Mohrenkopf, aber ich denke, es ist oft schon ein bisschen übertrieben, was da alles in Büchern gestrichen wird.“