Otto Waalkes rockt Wacken

„Otto! Otto! Otto!“, schallt es aus Tausenden Kehlen, noch bevor Deutschlands berühmtester Ostfriese auf der Bühne steht. „Der König tritt hervor“, sagt einer der Besucher zu seinem Begleiter, als die ersten Töne gespielt werden. Otto Waalkes – seit gut zwei Wochen 70 Jahre jung – hat sein Publikum beim Wacken Open Air von der ersten Sekunde an fest im Griff.

Idol aus der Kindheit

„Ich freue mich hier zu sein, in Wacken“, begrüßt er das Publikum. „Dann fangen wir doch gleich an mit einem kleinen Friesenlied. (…) Denn wir sind ja in Norddeutschland.“ Spätestens jetzt sind die letzten Zweifler im Publikum überzeugt. Die allermeisten in der Menge stimmen bei „Friesenjunge“ ein. Obwohl er bei seinem Auftritt mit dem Headliner „In Flames“ konkurriert, sind Tausende gekommen. „Ich bin sehr überrascht, dass Otto in Wacken so viele Leute anzieht“, sagt Peter Schieritz. Das eigentlich für Heavy Metal bekannte Festival zieht vor allem Fans der harten bis härtesten Rockmusik an. „Otto ist ein Idol aus meiner Kindheit, deswegen bin ich hier“, sagt der 41-jährige Sebastian Bohnstaedt.

Lieder werden ausnahmslos mitgesungen

Wie ihm geht es offenbar vielen im Publikum. Die von Otto präsentierten Lieder werden ausnahmslos mitgesungen – egal, ob Klassiker wie „Aber bitte mit Sahne“, „Dänen lügen nicht“, „Grund zum Feiern“ oder rockige Cover von Queens „We Are The Champions“ oder AC/DCs „Highway To Hell“. Wobei „Grund zum Feiern“ bei sehr bierseliger Stimmungslage besonders großen Anklang findet. Und er greift auch selbst zu E- und Akustikgitarre. „Otto ist 70 und rockt einfach immer noch die Bühne“, sagt Anna Nacke staunend. Tatsächlich merkt man ihm sein Alter bei dem Auftritt nicht an.