Thomas Gottschalk wundert sich über das digitale Zeitalter

Der Showmaster Thomas Gottschalk (69) fühlt sich im digitalen Zeitalter wie in einer anderen Welt. „Ich lebe mein Leben mit einer gewissen Neugier. Und ich habe festgestellt, dass sich meine Lebensgrundlagen, so wie ich sie kannte, wie ich sie gelernt habe, erledigt haben“, sagte er: Alles, was er wissen wollte, habe er früher im Lexikon nachgeblättert. „Heute googeln alle alles und müssen auch nichts mehr wissen, weil sie es dann googeln, wenn sie es brauchen.“ Zudem entstünden im Internet schnell neue Stars. Fernsehfiguren seiner Zeit seien dagegen kaum noch präsent.

Lippenstift richtig halten

„Ich merke, wie Leute mit einem Handy in der Tasche sieben Milliarden Klicks haben und ich weiß gar nicht, was die treiben“, sagte Gottschalk: „Da gibt es Menschen, die haben einen Lippenstift und halten ihn richtig und haben sieben Millionen zwölfjährige Followerinnen, die auch wissen, wie man den Lippenstift halten muss. Das sind Dinge, die ich schwer nachvollziehen kann.“

Kein Grund zum Jammern

Dies sei für ihn aber kein Grund zum Jammern oder zur Beunruhigung. Er beobachte lediglich und schaue mit Neugierde und einem Augenzwinkern auf diese Entwicklung. Im Herbst erscheine sein neues Buch, „Herbstbunt“,  zu diesem Thema, sagte Gottschalk.