US-Jungstar Christina Grimmie nach Konzert in Florida erschossen

Die US-Sängerin Christina Grimmie ist nach einem Konzert in Orlando im Bundesstaat Florida niedergeschossen worden. Die 22-Jährige starb wenig später in einem Krankenhaus. Der Schütze war nach offiziellen Angaben ein 21-jähriger Mann, der gezielt nach Orlando reiste, um Grimmie zu töten. Er sei nach dem Angriff vom Bruder der jungen Frau zu Boden gerungen worden und habe sich anscheinend selbst erschossen, wie Orlandos Polizeichef John Mina mitteilte. Das Motiv der Tat sei noch unklar.

Pop-Experten bezeichneten sie als großes Talent

Christina Grimmie war 2014 Finalistin im NBC-Wettbewerb The Voice, schaffte es auf den dritten Platz und wurde danach immer populärer. Ihre YouTube-Fangemeinde wuchs auf drei Millionen Menschen an. Pop-Experten bezeichneten sie als großes Talent. Die junge Frau hatte am Freitagabend (Ortszeit) ein Konzert der Band Before You Exit eröffnet. Sie traf danach im hinteren Teil der Halle Fans und gab Autogramme, als sich der Schütze näherte und feuerte, wie John Mina schilderte. Der Mann habe zwei Schusswaffen, zusätzliche Magazine und ein Jagdmesser bei sich gehabt.

Bruder verhindert weiteres Blutvergießen

Das Eingreifen von Grimmies Bruder Marcus habe möglicherweise weiteres Blutvergießen verhindert, so der Polizeichef. Zum Zeitpunkt des Angriffs hätten sich gut 100 Menschen in Grimmies Nähe aufgehalten. Die Polizei erhoffte sich von einer Untersuchung des Telefons und Computers des Schützen Aufschluss über das Tatmotiv. Spekulationen am Samstag gingen dahin, der Schütze könnte ein geistig gestörter Fan der Popsängerin gewesen sein. Auch Mina sagte: „Es sieht danach aus, dass es der Mord einer verwirrten Person war.“