DEB fordert weniger Ausländerplätze in der DEL

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) geht auf Konfrontationskurs mit der Deutschen Eishockey-Liga. Eindringlich forderte Sportdirektor Stefan Schaidnagel beim Deutschland-Cup in Krefeld, die Zahl der erlaubten Ausländerstellen in der DEL zu verringern. Heimische Spieler sollen wichtigere Rollen übertragen bekommen, sie sollen die Qualität und Erfolgsaussichten des Nationalteams stärken.

DEB-Sportdirektor: Es darf keine Zeit verloren werden

„Wir müssen uns überlegen: Wollen wir uns für die Anstrengungen der letzten Jahre belohnen? Dann müssen wir uns zusammen bekennen“, sagte der Stratege Schaidnagel, neben Präsident Franz Reindl der starke Mann im Verband. Eine weiter beschränkte Zahl der ausländischen Profis sei „die logische Konsequenz“ des jüngsten Aufschwungs. „Meiner Meinung nach darf keine Zeit verloren werden. Um dieses Thema müssen wir nun miteinander ringen.“

DEL positioniert sich dagegen

Über die Regelung entscheidet jedoch die Liga – und die positioniert sich dagegen. Das sei momentan kein Thema, bestätigte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke am Sonntag. Derzeit dürfen elf ausländische Profis im Kader stehen, neun in einem Spiel eingesetzt werden. Der Plan des DEB ist, dass das Kontingent bis 2026 „mindestens auf sechs“ verringert wird. (dpa)