Hagen/Uthlede: „Wir können Geschichte schreiben“

Einen Fußball-Oberligisten aus dem Kreis Cuxhaven? Das hat es in den vergangenen 14 Jahren nicht gegeben. Ab der kommenden Saison kann sich das ändern, denn der FC Hagen/Uthlede befindet sich in der Landesliga Lüneburg im Höhenflug und führt die Tabelle an. Und das, obwohl der Verein deutlich geringere finanzielle Mittel als die Konkurrenz zur Verfügung hat. „Wir sind stolz darauf, dass wir da oben stehen, obwohl das so ist“, sagt Trainer Gunnar Schmidt im Interview mit Dennis Paasch.

Ohne Leistungsträger Mennicke das Ziel Oberliga erreichen 

Und Schmidt will mehr. „Die Meisterschaft in der Landesliga geht nur über uns“, sagt der Trainer. Aber Schmidt muss in der Rückrunde auf eine wichtige Stütze verzichten. Thomas Mennicke, der bisher stets  zuverlässig im defensiven Mittelfeld von H/U die Fäden zog, wechselte in der Winterpause von einem Landesliga-Tabellenführer, Hagen/Uthlede, zum anderen, TSV Oldenburg (Landesliga Weser-Ems). Schmidt ist trotzdem nicht bange. „Wir müssen uns weiter auf unsere Aufgaben konzentrieren. Es dürfen jetzt keine Gedanken an einen möglichen Oberliga-Aufstieg in den Vordergrund rücken.“

Denn die historische Chance, H/U zum ersten Oberligisten seit dem TSV Sievern (musste die mannschaft nach der Saison 2001/02 zurückziehen) zu machen, will er sich nicht nehmen lassen: „Wir haben eine einmalige Chance, sowohl in der Meisterschaft als auch im Pokal. Ob es am Ende reicht, wird man sehen. Aber wir wollen bis zum Ende ganz oben mit dabei sein“, fasst Schmidt die Ziele für die Rückrunde zusammen.

Vor der Kür kommt die Pflicht

Vor der angepeilten Kür am Ende der Saison wartet auf Schmidt und seine Mannschaft noch jede Menge Pflicht: Am Sonntag steht das erste Rückrundenspiel gegen TuS Harsefeld an. Das Ziel, logisch, sind drei Punkte: „Wir fahren nach Harsefeld, um zu gewinnen. Auch, wenn der TuS keine optimale Hinserie gespielt hat, darf man die Mannschaft nicht abschreiben. Trotzdem: Wir haben beim 2:2-Remis im Hinspiel unglücklich zwei Punkte verschenkt. Die wollen wir uns jetzt wiederholen.“

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