Hagen verliert Bezirkspokalfinale

Die Bierdusche gab es nur für den MTV Treubund Lüneburg – der FC Hagen/Uthlede hingegen bekam die kalte Dusche ab. Im Finale des Lüneburger Bezirkspokals verloren die Landesliga-Fußballer am Mittwochabend in Lüneburg mit 0:3.

Hagen zeigt „schlechteste Saisonleistung“

„Wir haben heute unsere schlechteste Saisonleistung gezeigt und verdient verloren“, zeigte sich Hagens Trainer Gunnar Schmidt nach dem Spiel enttäuscht vom Spiel seiner Mannschaft, fügte aber sogleich hinzu: „Einen Vorwurf kann ich meiner Mannschaft nicht machen. Wir spielen so eine sensationelle Saison. Da darf dann auch mal so ein Spiel dabei sein. Schade aber, dass es gerade im Pokalfinale passiert ist.“

Schon der Beginn der Spiels ging für Hagen in die Hose: Steffen Hattendorf hatte den MTV Treubund in der 14. Minute nach einer Ecke vom starken Daniel Horn in Führung geköpft. Verdient zu diesem Zeitpunkt. Denn die Heimelf, die in der Landesliga noch um den Klassenerhalt kämpft, präsentierte sich von Beginn an zielstrebig und bissig.

Hagen: Ohne Müller und Diesing keine Kreativität

Hagen hingegen tat sich ohne den verletzten Sturmführer Patrick Müller (Muskelfaseriss) und A.J. France (gesperrt) schwer, Struktur in seine Angriffe zu bekommen. Und wenn, dann war Spielmacher Kai Diesing die treibende Kraft. Doch der musste bereits in der 29. Minute – mitten in der Hagener Drangphase – verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kam Nicolai Tietjen in die Partie.

Hagen hätte in der ersten Halbzeit durchaus ausgleichen können, vergab durch André Stüßel (21.), der Treubunds Torwart Merlin Jähner aus kurzer Distanz anschoss, eine hervorragende Möglichkeit und auch Justin Dähnenkamp setzte seinen Schuss nach starkem Dribbling knapp am Lüneburger Tor vorbei (34.). Die Lüneburger ruhten sich ihrerseits aber nicht auf ihrer Führung aus, verpassten zunächst aber ein weiteres Tor, als Tim Franke im Eins-gegen-Eins an Hagen Torwart Nico Eden scheiterte (25). Auch Julius Werner scheiterte nach tollem Zuspiel im Duell mit Eden (42.) – doch dann konnte Treubund doch noch jubeln: Horn fand die Schnittstelle in der Abwehr und bediente Tim Franke, der den Ball in der 44. Minute flach an Eden vorbei ins Hagener Tor setzte.

Tim Franke macht den Deckel drauf

Ernsthaft in Bedrängnis bringen konnten die Hagener den MTV an diesem Tag nicht mehr. Selbst als die Lüneburger sich in der zweiten Halbzeit selbst dezimierten – Lennart Holzhütter sah in der 65. Minute die gelb-rote Karte wegen wiederholten Foulspiels – schafften es die Spieler um Kapitän Marlo Burdorf nicht, sich in aussichtsreiche Schussposition zu bringen. Lüneburg machte das besser und vollendete einen schönen Konter: Der kurz vorher eingewechselte Max Ratzeburg  vollendete zum 3:0 (81.) – die Entscheidung. Der Rest war Lüneburger Jubel.

Hillmer: „Einstellung war der Schlüssel zum Erfolg“

„Wir haben verdient gewonnen. Unser Einstellung war heute der Schlüssel zum Erfolg“, freute sich Lüneburgs Trainer Sören Hillmer. Jeder Spieler habe gezeigt, dass er diesen Pokal gewinnen wollte. Mit dieser Einstellung müssen die kommenden drei Partien in der Liga bestritten werden – der Klassenerhalt ist das Ziel. „Wenn wir den nicht schaffen, ist der Pokal nur ein nettes Beiwerk.“

Ein verdienter Pokalsieg der Lüneburger war es aber auf jeden Fall, wie auch Gunnar Schmidt anerkannte: „Sie waren aggressiv in den Zweikämpfen und haben uns damit und mit ihrem schnellen Spiel nach vorne den Zahn gezogen.“ Ohne Diesing und Müller, so Schmidt, fehle dem Team aber auch erheblich Offensiv-Kraft. Diese zu ersetzen, das gelang den Hagenern am Mittwochabend nicht. Am Sonntag in Bornreihe werde das Team einen neuen Versuch unternehmen, denn ein großes Ziel bleibt den Hagenern noch: Die Meisterschaft in der Landesliga und der damit verbundene Aufstieg in die Oberliga.

 

Die Video-Highlights und eine Bildergalerie zum Bezirkspokalfinale gibt es beim Amateurfußball-Portal FuPa Lüneburg.