Länderspiel gegen Peru: Löw will personell etwas ausprobieren

Nach einem kurzen Durchpusten nach dem torlosen Unentschieden in der neuen Nations League gegen Fußball-Weltmeister Frankreich richten die deutschen Nationalspieler den Fokus gleich auf Teil zwei des Neustarts nach dem WM-Debakel.  Im Test-Länderspiel gegen Peru in Sinsheim sollen die Fans am morgigen Sonntag (20.45 Uhr/RTL) einen Sieg und Tore bejubeln können.

„Klar wird gegen Peru die Erwartungshaltung sein, dass wir deutlich dominanter sind, dass wir mehr Chancen herausspielen und treffen“, sagte Abwehrspieler Mats Hummels. Ähnlich äußerte sich Angreifer Marco Reus: „Vielleicht werden wir wieder mehr Ballbesitz haben. Es geht darum, dass wir zielstrebiger vor dem Tor werden, uns mehr zutrauen, auch vorne ins Risiko zu gehen.“

Fans erwarten ein beherztes Spiel

Vom Engagement her wird erneut ein beherztes Spiel der deutschen Mannschaft erwartet. „Wir sind schon weiterhin gefordert“, bemerkte Thomas Müller. Zur Wiedergutmachung reichte der Anfang in München nicht. Bundestrainer Joachim Löw hat angekündigt, personell etwas auszuprobieren. So sollen die drei Neulinge Kai Havertz (Bayer Leverkusen), Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain) und der Hoffenheimer Lokalmatador Nico Schulz ihr Länderspieldebüt feiern. Im Gegensatz zur Frankreich-Partie darf der Bundestrainer bis zu sechs Wechsel in dem Testspiel vornehmen.

Der eingeschlagene Weg beim Neuanfang mit einer besseren Balance zwischen Defensive und Offensive soll jedoch unabhängig von der personellen Besetzung der einzelnen Positionen fortgeführt werden. „Wichtig ist, dass wir die Grundstabilität haben“, sagte Hummels. Er sei sich sicher, dass das auch gegen Peru zu sehen sein werde, „weil wir jetzt alle endgültig kapiert haben, wie wichtig das ist“.

Eine besondere Partie für Löw

Für Joachim Löw ist es eine besondere Partie. Der 58-Jährige zieht mit seinem 167. Länderspiel als Bundestrainer mit Rekordhalter Sepp Herberger gleich. Nach Siegen ist Löw bereits die Nummer eins. Kein anderer Bundestrainer oder Teamchef der Nationalelf kann wie er mehr als 100 Siege vorweisen.