Löw fliegt mit neuer Taktik nach Belfast

Vor dem Abflug zur nächsten Reifeprüfung nach Belfast war Joachim Löw als Seelentröster gefragt. Eine Grundsatzdebatte über sein von den Niederlanden schonungslos ausgespieltes Perspektivteam wollte der Bundestrainer auf keinen Fall zulassen. Schnell die Köpfe frei kriegen an einem freien Tag an der Elbe, lautete die Devise für die Nationalmannschaft nach dem 2:4 in der EM-Qualifikation gegen Oranje.

Schnelle Neuausrichtung

Den Brückentag in Hamburg nutzte Löw zur schnellen Neuausrichtung. „Man muss den Spielern jetzt wieder das Gefühl geben, dass sie es können“, sagte der 59-Jährige. Die erste Ergebnisdelle im bislang makellosen Aufbau-Jahr 2019 soll Richtung EM-Endrunde 2020 nämlich gerade bei den noch unerfahrenen Spielern keine Spuren hinterlassen. „Toni Kroos, Manuel Neuer, Ilkay Gündogan, die haben das schon mal erlebt, dass man so ein Spiel verliert. Die jungen Spieler muss man ein bisschen aufrichten“, sagte Löw.

Kroos: Die Köpfe müssen hoch

Wenn die DFB-Sondermaschine am Sonntag Richtung Nordirland abhebt, läuft die Vorbereitung auf ein völlig anderes, aber plötzlich richtig wichtiges EM-Ausscheidungsspiel im kleinen, zugigen Windsor Park. „Klar, die Köpfe müssen hoch – und die werden Montag auch oben sein“, versprach Toni Kroos. Auch Löw erwartet gegen die Nordiren einen sofortigen Stimmungswechsel. „Da werden wir, da bin ich mir sicher, eine Reaktion zeigen.“