Pleite des Hamburger SV führt zu Randale

Die 1:2-Heimpleite des Hamburger SV gegen Bayer Leverkusen löste auf der Nordtribüne des Volksparkstadions Wut aus. Nach dem Schlusspfiff wollten einige Fans den Platz stürmen.

Zahlreiche Ordner waren sofort zur Stelle, zwangen die Chaoten zurück und mussten dabei einige Schläge der aufgebrachten HSV-Anhänger einstecken. Zuvor hatte ein geschmackloses Plakat für Aufruhr gesorgt: „Bevor die Uhr ausgeht, jagen wir euch durch die Stadt“, war darauf zu lesen. Auch vor dem Stadion gab es Auseinandersetzungen.

Erster Abstieg wird wahrscheinlicher

Der mögliche erste Abstieg des Bundesliga-Gründungsmitgliedes nimmt immer deutlichere Formen an. Nach der Niederlage gegen Leverkusen haben die Hamburger bereits sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsrang. Die Norddeutschen sind seit zehn Spielen ohne Sieg und versinken immer tiefer im Abstiegsstrudel. Die Durststrecke konnte auch Trainer Bernd Hollerbach nicht beenden. „Die ersten 60 Minuten bin ich zum ersten Mal nicht zufrieden“, sagte Hollerbach und monierte: „Wir haben uns nichts getraut, haben schlampig gespielt.“.

Die 200. Bundesliga-Niederlage für den Hamburger SV

Erst die letzten 20 Minuten machte die Mannschaft den Druck, den man von Anpfiff an erwartet hatte. „Wenn wir in den restlichen Spielen so auftreten wie heute in den letzten 20 Minuten, bin ich optimistisch“, meinte Sportchef Jens Todt. Eine unrühmliche Rekordmarke stellte der Tabellenvorletzte, der mit 17 Zählern nach 23 Spielen so schlecht wie nie ist, auch noch auf: Er kassierte seine 200. Bundesliga-Niederlage.