RB Leipzig ohne Keita und Klostermann zum Bundesliga-Start

Ralph Hasenhüttl weiß, wie es geht. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man auch als Aufsteiger weit kommen kann“, sagte der Coach von Bundesliga-Neuling RB Leipzig vor der Premiere im deutschen Fußball-Oberhaus.

22 Jahre ohne Bundesliga-Fußball in der Messestadt

Am heutigen Sonntag um 17.30 Uhr endet mit dem Anpfiff der Partie bei 1899 Hoffenheim eine Zeit von 22 Jahren ohne Bundesliga-Fußball in der Messestadt: „Wir sind alle heiß auf den Auftakt“, sagte der 49-Jährige voller Vorfreude. Mit dem FC Ingolstadt, Aufsteiger der Vorsaison, hatte der Österreicher zum Saisonauftakt in Mainz mit 1:0 gewonnen – und beendete eine tolle Saison am Ende auf Platz elf.

Verstecken will man sich nicht

Nur sieben Jahre nach der Vereinsgründung messen sich die Leipziger mit den Besten der Besten. Und wollen schnell dazu gehören. Aber das hat noch offizieller Lesart Zeit. Verstecken will man sich aber nicht, auch wenn im Olympia-Zweiten Lukas Klostermann (muskuläre Probleme) sowie Naby Keita (Fußprellung) zwei wichtige Spieler fehlen. „Mit unserer Art und Weise, Fußball zu spielen, können wir jedem Gegner Probleme bereiten“, sagte Hasenhüttl.

Bitteres Aus in der ersten Pokalrunde

Ein Sieg wäre genau das richtige Mittel, um das bittere Aus in der ersten Pokalrunde beim Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden abzuhaken. „Der Pflichtspielstart ist nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben“, bekannte Hasenhüttl. Das von massiven Fan-Protesten begleitete Duell in Dresden habe gezeigt, „dass wir noch an einigen Stellschrauben drehen müssen.“ Nach dem Ausgleich trotz 2:0-Führung sei das Team auseinandergefallen. Das dürfe in der Liga nicht passieren. „Daran haben wir gearbeitet, die Mannschaft hat in dieser Woche sehr gut mitgezogen“, sagte Hasenhüttl.

Transfers auf den letzten Drücker

Derweil hofft Sportdirektor Ralf Rangnick, der von 2006 bis 2011 in Hoffenheim Trainer war, bis zum Schluss des Tranferfensters am Mittwoch noch erfolgreich zu sein. Drei Spieler würde er gerne noch holen. „Die besten Transfers haben wir in den vergangenen Jahren immer auf den letzten Drücker gemacht“, sagte er der „Bild“ (Samstag). Er sei optimistisch, über das Wochenende im besten Fall zwei Neuverpflichtungen einzutüten.