Reinhard Grindel ist neuer DFB-Präsident

Reinhard Grindel ist zum neuen Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes gewählt worden. Der bisherige Schatzmeister wurde am Freitag von den Delegierten des außerordentlichen Bundestages mit überwältigender Mehrheit von 250:4 Stimmen zum Nachfolger von Wolfgang Niersbach gekürt.

Grindel war einziger Kandidat

Der bisherige DFB-Chef Niersbach hatte im Zuge der WM-Affäre im November seinen Rücktritt erklärt. Grindel war einziger Kandidat. In seiner Rede  stellte der 54-Jährige aus Rotenburg/Wümme den Zusammenhalt von Amateur- und Profifußballs in den Mittelpunkt. Er wolle einen „neuen DFB bauen“.  „Wir brauchen eine gemeinsame Spielauffassung, wir brauchen zukunftsweisende Konzepte und wir brauchen den Zusammenhalt zwischen der Elite des Fußballs und unserer Basis“, sagte er. „Es gilt bis heute: Wir können an der Spitze nur erfolgreich sein, wenn es an der Basis stimmt.“

Jüngster DFB-Chef seit 1925

Mit 54 Jahren ist er der jüngste DFB-Präsident seit Felix Linnemann im Jahr 1925. Sein Mandat als CDU-Bundestagsabgeordneter wird der frühere Journalist niederlegen. Bereits beim nächsten ordentlichen Bundestag am 3. und 4. November in Erfurt muss sich Grindel als insgesamt zwölfter DFB-Präsident im Amt bestätigen lassen, erst dann würde eine reguläre Amtszeit von drei Jahren beginnen.

Bewerbung für die EM 2024

Mit mehreren Strukturreformen will er die Konsequenzen aus der WM-Affäre ziehen und den Verband neu ausrichten. So soll es bis November eine DFB-Ethikkommission geben. Wichtigstes Projekt ist für Grindel die Bewerbung für die EM 2024. Auch hierfür müssten die Schatten des WM-Skandals beseitigt werden.