Wahl von Schweinsteiger vor dem Elfer-Krimi sorgt für Aufsehen

Doppeltes Schwein für Bastian Schweinsteiger: Seine Wahl, im Elfmeterschießen aufs Tor in Italiens Kurve zu schießen, wäre fast nach hinten losgegangen.

Schweinsteiger wählt das Tor vor den italienischen Fans aus

Was war passiert: Der deutsche Kapitän hatte die Wahl nach 120 Spielminuten des EM-Viertelfinals gegen Italien gewonnen – und entschied sich, dass die deutsche Elf auf das Tor vor den italienischen Fans schießen sollte.

Kapitän denkt an Bayerns Elferschießen in der Champions League

Die  ungewöhnlichen Entscheidung des DFB-Kapitäns sorgte für Aufsehen, die italienischen Fans jubelten ungläubig. Aber warum warf „Schweini“ diesen Vorteil so einfach weg? Der Routinier hatte ein passende Erklärung parat:  „Ich habe ein bisschen nachgedacht, wie es in der Vergangenheit war. In München haben wir auf die Südkurve geschossen, in Madrid haben wir auf die Real-Kurve geschossen“, sagte er mit Blick auf das verlorene Champions-League-Finale 2012 mit dem FC Bayern in München gegen den FC Chelsea und das gewonnene Halbfinale im gleichen Jahr in Madrid.

Auch im ersten Elfmeterschießen bei der EM zwischen Polen und Schweiz sei auf die Schweizer Kurve geschossen worden, die später unterlag, erklärte der DFB-Kapitän. „Deswegen haben ich gesagt: Lass uns mal auf die Italiener schießen und die italienischen Fans haben sich ja auch gefreut“, sagte Schweinsteiger schmunzelnd.

Nur gut, dass seine Rechnung aufgegangen ist. Nicht auszudenken, Deutschland hätte verloren. Weil „Schweini“ zuerst falsch gewählt und dann auch noch seinen eigenen Elfer verballert hatte. Übrigens: Sein Schuss ging hoch übers Tor – genau in die Arme der italienischen Fans.

 

Oliver Riemann

Oliver Riemann

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Oliver Riemann war bis Oktober 2016 Leiter der Sportredaktion und ist jetzt als Mitglied der Chefredaktion verantwortlich für die beiden Lokalausgaben der Zevener Zeitung und der Kreiszeitung Wesermarsch in Nordenham.