Sportministerkonferenz: Auf Kunstrasen darf weiter gespielt werden

Auf Kunstrasen kann auch in Zukunft weiter Fußball gespielt werden. „Es droht nicht, dass Sportplätze jetzt mit rot-weißem Flatterband gesperrt werden“, sagte Bremens Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) als Vorsitzende der 43. Sportministerkonferenz. Die Sportminister der Bundesländer tagten in Bremerhaven.

EU will Mikroplastik verringern

Die Zukunft von Kunstrasen gefährdet, weil die Europäische Kommission umweltschädliches Mikroplastik verringern will. Davon ist auch das Granulat betroffen, das häufig zum Auffüllen der Kunstrasenplätze benutzt wird. Kein Verein mit einem Kunstrasen muss allerdings eine Platzsperre fürchten. „Mikroplastik gehört nicht in die Umwelt. Aber für Kunstrasenplätze muss es einen Bestandsschutz und eine Übergangsfrist geben“, sagte Stahmann.

Sechs Jahre Übergangsfrist?

Wie lange eine Übergangsfrist sein kann, ist unklar. Ein Verbot von Mikroplastik ist auch noch gar nicht beschlossen. Noch berät die EU darüber, mit einer Regelung wird frühestens 2021 gerechnet. Veronika Rücker, Vorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes, sprach von „mindestens sechs Jahren, lieber noch länger“ als Übergangsfrist.

So sieht’s in Bremerhaven aus

Derzeit im Bau befindliche Kunstrasenplätze wie bei SFL Bremerhaven und der TSV Wulsdorf sind ohnehin nicht betroffen. Seit 2012 wird im Land Bremen ein umweltfreundlicher Füllstoff beim Bau von Kunstrasen verwendet, wie Stahmann sagte. Für ältere Plätze wie den des OSC Bremerhaven am Nordseestadion oder den LTS-Platz im Speckenbütteler Park würde die Übergangsfrist gelten

Was die Sportminister in Bremerhaven noch beraten haben, lest ihr am Samstag in der NORDSEE-ZEITUNG.